Hi zusammen
Aufgrund mangelnder detaillierter Prüfungsberichte zum Strassenverkehrsamt Regensdorf möchte ich hier meinen Beitrag leisten und diese Lücke im Forum schliessen. Generell kann ich das Strassenverkehrsamt Regensdorf gegenüber dem in Zürich-Albisgütli empfehlen, weil der Manöverplatz immer ausserhalb der Öffnungszeiten des Strassi zur Verfügung steht. Somit könnt ihr jederzeit dort üben gehen und müsst nicht auf die offiziellen Zeiten warten wie bim Strassi Albisgütli.
1. Angaben zu mir
Ich habe am 4. Mai 2026 meine unbeschränkte Kategorie A in Regensdorf mit meiner Trident 660 absolviert. Meine beschränkte Kat. A habe ich im 2022 ebenfalls in Regensdorf absolviert. Daher kannte ich das Vorgehen.
2. Kaufempfehlung für einen Prüfungstöff
Aus meiner Sicht kann ich zwei Vorgehen empfehlen:
- Variante 1: Kauft euch entweder ein modernes, wendiges Naked Bike wie eine Yamaha MT-07 oder eine Kawasaki Z650, welche ihr für die beschränkte Prüfung drosselt und mit der ihr die beschränkte Prüfung macht. Anschliessend absolviert ihr mit der gleichen Maschine die unbeschränkte Prüfung. So ist die unbeschränkte Prüfung geschenkt und ihr meistert den Manöverparcours ohne Probleme.
- Variante 2: Kauft euch einen älteren Töff unter 35 kW / 48 PS, den man nicht drosseln muss, der aber immerhin ABS hat für die erste Prüfung. Präferiert eine Maschine, in die ihr eine Delle machen könnt. Ihr werdet den Töff fallen lassen, das passiert jedem. Mit einem älteren Modell habt ihr so keine Angst, die Grenzen auszutesten und könnt mal wirklich fahren lernen. Sollten ein paar Kratzer entstehen, ist das kein Problem. Das Motorrad sollte für die Prüfung einfach keine Schäden haben, welche die Sicherheit beeinflussen. Verbogene Hebel oder abgebrochene Fussrasten sind ein No-Go und ihr werdet nicht zur Prüfung zugelassen. Aber mit einem älteren Töff spart ihr Geld, habt keine grossen Abschreiber und könnt ihn dem nächsten Lerner mit wenig Verlust weiterverkaufen. Eine gute Maschine könnt ihr euch für die 2. Prüfung leisten, wenn ihr euch ready fühlt, und diese werdet ihr nicht mehr fallen lassen.
3. Vorbereitung auf die Prüfung
Fahrtraining
Wie bereits erwähnt ist der Manöverparcours in Regensdorf jederzeit nach den Öffnungszeiten des Strassi zur Verfügung. Ich ging einen Monat vor der Prüfung so gut wie jeden Abend, sofern möglich, dort üben. Organisiert euch ein paar Trainingskegel, welche ihr auf den Markierungen abstellen könnt. Es ist nochmals deutlich schwieriger mit Kegeln am Boden. Ebenfalls habe ich die klassischen Routen abgefahren, welche gerne an der Prüfung vom Experten gewählt werden. Dazu gehören:
- 80er Strecke von Buchs nach Boppelsen -> Überprüfung der Kurventechnik
- «Passstrasse» von Boppelsen nach Regensberg -> Kurventechnik, uneinsehbare Kurven, viele Radfahrer, welche überholt werden müssen
- Industriegebiet Dällikon -> Kreisel fahren
- Anwohnergebiet Regensdorf, Buchs, Dänikon, Otelfingen etc. -> 30er Zone, Rechtsvortritte, Hindernisse auf der Fahrbahn, Zebrastreifen
- Dorf Buchs -> Anfahren am Berg, Rechtsvortritte, Fahrbahnverengung
- Würenlos nach Oetwil -> Landstrasse fahren
- Wohngebiet Geroldswil -> Anfahren am Berg, 30er Zone am Berg, Rechtsvortritte
Diese Stelle hier ist besonders tricky, da man hier leicht in die Gegenfahrbahn einspuren kann, wenn man in die Gemeindehausstrasse abbiegen will, wenn man von der Huebwiesenstrasse in Geroldswil kommt. Die Fahrbahnen sind nicht wirklich gut markiert. Fahrt hier mal unbedingt durch.
Wenn ihr von Regensdorf nach Weinigen fährt gibt es mitten im Dorf eine Ampel mit zwei Stoppstreifen. Wenn die Ampel schon rot ist, müsst ihr am vorderen Streifen halten.
Technisches Wissen zu meinem Motorrad
Mittlerweile müsst ihr diverse Fragen zu eurem Motorrad beantworten können, welche der Experte stellen kann. Dazu gehört:
1. Wie viel Profiltiefe muss der Reifen mindestens haben?
2. Wie kontrolliere ich die Bremsflüssigkeit, den Ölstand und den Kühlmittelstand?
3. Sind die Bremsen und die Kette einsatztüchtig? Wie überprüft man das?
4. Was sind ABS und Traktionskontrolle und wie funktionieren diese?
5. Wie viel Kettenspiel ist erlaubt?
Generell wird der Zustand eures Töffs überprüft. Putzt ihn also vor der Prüfung, macht den Service, kontrolliert den Reifendruck und stellt sicher, dass die Maschine verkehrssicher ist.
Dinge, welche ich besser hätte machen können
Mein Fehler war, keine Lehrfahrstunde mehr gebucht zu haben. Kann ich empfehlen, auch wenn ihr schon länger Motorrad fahrt. Einen Sozius zu haben ist nochmals ein anderes Gefühl. Ich würde eine Prüfungssimulation mit einem Fahrlehrer im Prüfungsgebiet empfehlen. Das könnt ihr bei der Terminvereinbarung so anfragen. Für Regensdorf kann ich die Fahrschule Koch empfehlen. Habe dort den Grundkurs gemacht.
Wenn ihr Manöver trainieren wollt mit einem Fahrlehrer, bietet das Driving Center ASSR Regensdorf jeden Mittwochabend in der Saison für 50 CHF einen Kurs mit anderen Lernenden an.
4. Meine Fahrprüfung
Die Prüfung beim Strassi Regensdorf beginnt auf dem Parkplatz 7. Kommt 5 Minuten vorher dorthin. Ich habe bis jetzt zwei Experten kennengelernt. Ein Experte ist sehr gross, schlank und freundlich, der andere Herr war etwas kleiner, mit grösserem Bauchumfang und deutlich trockener. Beide Experten sind fair und gaben einem eine weitere Chance, wenn man beim Manöverparcours einmal abgestanden ist.
Begrüssung
Nehmt sinnvolle Schutzkleidung mit und macht einen seriösen Eindruck. Der erste Eindruck zählt. Wenn ihr also wie ein Strassenracer aufkreuzt, kann dies falsche Signale senden. Ich habe einen Baselayer von Bowtex und Töffjeans mit viel Stretchanteil getragen. Das ist natürlich nicht so sicher wie eine Lederkombi, aber man ist dafür deutlich wendiger und schwitzt weniger, wenn man durch ewige 30er Zonen bei der Prüfung fahren muss.
Papierkontrolle
Bringt eure Einladung zur Prüfung, den Lernfahrausweis, den Fahrzeugschein, den bestehenden Führerausweis, sofern vorhanden, und eine ID mit. Fehlt etwas, könnt ihr an der Prüfung nicht teilnehmen.
Fahrzeugcheck
Der Experte hat eigenständig die Funktionstüchtigkeit meiner Maschine getestet. Mir wurden keine technischen Fragen zur Maschine gestellt. Trotzdem würde ich mich auf die vorbereiten.
Manöverparcours
Ich habe das Gefühl, dass jede Kategorie-A-Prüfung in Regensdorf die gleiche Anordnung hat. Der Parcours ist so aufgebaut:
Ich hatte an der beschränkten Prüfung vor 4 Jahren und an der unbeschränkten die gleiche Manöveranordnung:
- Spurgasse 1
- Direkt danach ins 8-Fahren, welches 2x gefahren werden muss
- Von der 8 dann direkt in den versetzten Slalom
- Danach die Vollbremsung, welche auf der Strecke nebendran absolviert wird.
Ich habe den Parcours ohne Abstehen gemeistert. Mein Prüfungskollege ist einmal abgestanden, durfte aber das entsprechende Manöver nochmals wiederholen und durfte dann auch auf die Strasse.
Bei den Manövern in Regensdorf gibt es zu beachten, dass der Platz vor allem für die 8 sehr eng ist. Das Areal ist mit einem Zaun umgeben. Wenn ihr also bei der 8 zu weit ausschert, könnt ihr im Zaun landen. Ich bin bei der ersten beschränkten Prüfung deswegen durchgefallen, weil ich nie auf dem Areal üben war. Der Zaun kann echt irritieren, geht daher unbedingt in Regensdorf beim Strassi auf dem Areal üben.
Das Anfahren am Berg wird immer auf der Prüfungsstrecke absolviert. Meistens im Dorfzentrum am Hang in Buchs.
Prüfungsstrecke
Meine Prüfungsstrecke findet ihr unten:
Im 80er auf dem Weg nach Boppelsen haben wir gewechselt und der Experte kam bei mir auf den Töff. Generell ist die Strecke vereinfacht dargestellt. Wir haben wahnsinnig viel Zeit in den 30er Zonen mit Rechtsvortritten verbracht. Ich musste gefühlt 15 Stück beachten. Falls ihr einen überseht, könnt ihr durchfallen. Geht diese wirklich üben. Vor allem wenn ihr am Berg mit Hindernis auf der Fahrbahn (parkendes Auto) und danach direkt Rechtsvortritt habt, kann man schnell den Überblick verlieren. Schnappt euch also unbedingt einen Sozius und übt diese Szenarien.
Generell gibt es zu sagen: Lernt eure Blicke fürs Abbiegen, wie man korrekt überholt und Hindernissen ausweicht, wie man in den Kreisel fährt und daraus abbiegt. Denkt daran, Gullideckeln und Markierungen auszuweichen, im Tempolimit zu bleiben, Bremsbereitschaft für Rechtsvortritte zu zeigen und die Kurventechnik einzusetzen.
Achtet auf diese Schilder, hier müsst ihr blinken. Die kann man leicht übersehen:
Aftermath
Mein Prüfungskollege und ich haben beide bestanden. Das einzige Manko an meiner Fahrweise war, dass ich zu langsam gefahren bin ![]()
![]()
. Er meinte, bei der unbeschränkten Kategorie A will der Experte auch die PS spüren. Bedeutet, ihr dürft im 80er schon mal schneller beschleunigen. Wenn ihr zu defensiv seid, könnt ihr durchfallen. Nehmt daher unbedingt nochmals eine Fahrstunde, damit ihr den Fahrlehrer fragen könnt, worauf die Experten schauen. Die Fahrschule Koch ist mit den Experten stark verbandelt, die können euch Rede und Antwort geben.
Solltet ihr keinen Termin in Regensdorf bekommen, versucht über einen Fahrlehrer zu buchen. Die haben reservierte Slots und können euch einen Termin besorgen, auch wenn alles ausgebucht ist.
Falls ihr Fragen oder einen Sozius für die Lernfahrten braucht, meldet euch gerne.
Es liebs Grüssli und viel Erfolg!
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Original: RE: Prüfungsbericht Regensdorf Kt. ZH
Ich war so nervös wie noch fast nie in meinem Leben (k.A. warum, Prüfungsangst so kenne ich sonst nicht). Dabei habe ich die Manöver fleissig geübt und fühlte mich sehr sicher, auch das Fahren mit Sozius war kein Problem (mein Freund ist ämel immer wieder aufgestiegen
), die Strassen im Prüfungsgebiet kenne ich auch so +/-. Anyway - ich war um 12.50 Uhr beim Strassenverkehrsamt, "mein" Experte kam auch kurz nach mir aus dem Mittag zurück und hat mich sogleich begrüsst und wir haben uns einander vorgestellt. Ich habe ihm die Papiere/Ausweise überreicht und wir haben uns noch etwas über unsere Lieblings-Töffstrecken unterhalten.
Danach gings los mit dem Parcour: Spurgasse 12m - so langsam wie möglich durchfahren (ohne Zeitvorgabe, Richtzeit laut HP des StVA SG 12s), gerader Slalom, mit 5 Pylonen, jeweils im Abstand von 3.5m (Angabe HP), 1 komplette 8 innerhalb des markierten Rechtecks (8x15m, Angabe HP). Spurgasse lief super, erster Verbremser im Slalom, danach wars vorbei... Die 8 hab ich auch völlig ver
. Dank meiner Nervosität war ich gefühlt kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Der Experte kam zu mir, ich habe mich für das eben gezeigte entschuldigt und er bot mir an, dass ich die Vollbremsung trotzdem noch machen durfte. Ich probierte es - es war mehr ein Probieren und würgen als was anderes... Aus, Ende vorbei, komme ich halt im Frühling nochmals. Der Experte kam zu mir - ich war so durch den Wind und enttäuscht von mir selber und den Tränen nahe - "Gälled Sie, sie sind extrem nervös?" Was ich dann auch bejahte. Ich solle kurz den Helm ausziehen, 2-3x durchschnaufen und wenn ich möchte, könne ich es nochmals probieren. Das Angebot nahm ich natürlich dankend an, aber mehr mit dem Gedanken, für mich einen einigermassen versöhnlichen Abschluss mit dem Parcours zu finden und dann im Frühling nochmals zu kommen.
Gesagt getan, tief durchgeatmet, Helm auf, Handschuhe an, rund ums Gebäude, los geht's - Spurgasse, gefühlt etwas schnell, aber ok. Slalom ging "sidefiin", bei der 8 musste ich einmal etwas zirkeln, hat aber dann am Schluss gepasst. Der Experte hat mich zu sich gewunken, hat gemeint, er hätte gewusst, dass da mehr sei als beim ersten mal, hat den Helm aufgesetzt und gesagt "jetzt gehen wir auf die Strasse". Die übliche Zeichengebung erklärt und dann ab die Post. Das Prüfungsgebiet kenne ich zum Glück relativ gut, beliebt sind die "bergigeren" Strässchen Richtung Ricken/Goldingen mit vielen Nebenstrassen, verstecken Rechtsvortritten und und und. Die ersten paar Minuten war ich etwas angespannt, wurde aber dann immer lockerer und konnte sogar die Fahrt zum Schluss hin noch geniessen.
Zurück in Kaltbrunn ging der Experte kurz ins Büro, ich wartete brav, bis ich mich verabschieden konnte. Dann kam er, mit einem breiten Grinsen im Gesicht, streckte mir die Hand entgegen und gratulierte mir zur bestandenen Prüfung und gab mir den unterschriebenen LFA und den Fahrzeugausweis zurück. Ich verstand kurz nicht, denn ich hatte wirklich damit gerechnet nicht bestanden zu haben. Er hat mir dann seine Entscheidung noch erklärt: Er sagte mir, der Parcours sei das eine. Der sei ja beim zweiten mal viel besser gelaufen. Aber er sei schon so lange Experte, er sehe und merke es, wenn jemand wirklich nervös ist oder es nicht kann. Und wenn er sich nicht sicher gefühlt hätte, wären wir gar nicht mehr erst auf die Strasse. Bei der Fahrt hätte er gemerkt, dass da noch einige "verbesserungswürdige" Punkte seien (die hat er mir nachher auch noch aufgezählt, z.B. Bremse hinten weniger beanspruchen, Hochtouriger fahren, mit allen Fingern bremsen), er sich aber jederzeit sicher und wohl gefühlt habe auf dem Sozius und es eine sehr schöne Ausfahrt gewesen sei.
Nun darf ich "s blaue Täfeli" wieder abmontieren und bin wahnsinnig Happy darüber![]()
Original: Prüfungsbericht Kat. A (mal nöd Albisgüetli ;-) )
Von: @Lisi
Hatte heute Morgen die Praktische Prüfung in Bern und da ich keinen Bericht hier gefunden hatte, dachte ich mir, ich mach eine Kurzzusammenfassung.
Wir waren 2 Prüflinge und der Experte fuhr mit dem Auto. Jeweils ein Prüfling vor und einer hinter dem Begleitfahrzeug.
Start war am morgen um 07h10.
Ich fuhr als erster vorneweg. Vom Prüfzentrum Bern los und Richtung Bolligen. Bei Bolligen dann rechts hoch auf den Hühnerberg, wo ich kurz rechts ran und am Berg anfahren musste. Danach weiter bis Fehrenberg bei Stettlen, wo die Notbremsung kontrolliert wurde. Danach fuhr der andere Prüfling vorne Weg über den Dentenberg Richtung Boll. Auf der Strecke musste er auch kurz anhalten und am Berg anfahren.
Kurz vor Boll wurde auf einem Parkplatz die 8 aufgestellt. Die beiden Pilonen waren knapp 50-80cm auseinander, wobei uns gesagt wurde, wir hätten keine seitliche Begrenzung, sollen aber doch bitte nicht den ganzen Parkplatz brauchen. Fahren mussten wir die 8 dabei gleichzeitig. Nach 3-4x durch wurde die Übung gleich wieder abgebrochen - das funktioniere ja problemlos.
Danach weiter Richtung Muri und von da auf die Autobahn bis Ausfahrt Wankdorf und zurück zum Prüfzentrum. Bestanden haben wir beide.
Das ganze lief sehr angenehm und gut ab. Geforderte Manöver waren lediglich Anfahren am Berg, Notbremsung mit 50kmh und die 8. Spurgasse war kein Thema und Slalom wird in Bern ohnehin nicht geprüft.
Dazu muss man auch sagen, dass wir einen sehr angenehmen Experten hatten, der mehr Wert auf sicheres Fahren, als auf zu viel Schischi legte. Beispiel: der andere Prüfling war bei der Autobahnabfahrt nicht ganz sicher, wo er durch sollte. Ist auf die Ausfahrtsspur, dann zurück auf die Autobahn und dann doch wieder auf die Ausfahrt. Hat dabei aber immer schön Schulterblick gemacht und geblinkt. Der Experte meinte darauf im Nachhinein: die Aktion sei nicht sonderlich toll gewesen - aber so Situationen werde es ja auch später mal geben können. Wichtig sei, dass man dabei immer erst schaue, wo man hinfährt. Der Kollege hätte jedesmal gut nach hinten geschaut und Blinker gesetzt - und das sei ihm wichtiger. Hat ihm das also nicht beanstandet.
Für den anderen Prüfling war das die 2. Prüfung. Beim 1. Mal fiel er durch, weil er bei einem (gesicherten) Bahnübergang nicht links und rechts geschaut hatte beim drüberfahren und im 30er beim Vorbeifahren an parkierten Autos nicht geblinkt hatte - der Experte macht also vieles aus und wir habens da heute echt gut getroffen.
Jetzt freu ich mich erst mal darauf, dass mein Töff wieder aus der Werkstatt kommt und dass ich mir nicht dauernd neue Ls kaufen muss, weil die so gerne wegbrechen..
Original: Prüfungsbericht Bern
Von: Janne
Hallöle
Ich melde mich auch mal wieder...
So, gestern war nun auch ich dran mit der Praktischen Prüfung (A 35kW). Wie auch beim Thema "Prüfungsbericht in Sursee", habe auch ich keine Berichte über die in Olten gefunden. Evtl. hilft es ja dem ein, oder anderen.
Da ich letztes Jahr noch im Kt. Luzern wohnhaft war, absolvierte ich auch dort den Kurs und noch 2 Fahrstunden. Dass es möglicherweise grosse Differenzen der Übungen gibt, daran habe ich nicht gedacht. Theoretisch sollte es ja sowieso schweizweit gleich sein, aber das ist ein anderes Thema…
Prüfungstag:
Ich habe mir den Tag frei genommen, um noch einmal ausgiebig trainieren zu können. Dies löste auch die Anspannung, da ich die Manöver ohne weiteres gut im Griff hatte und somit mit einem sicheren Gefühl zur MFK fuhr. Ich hoffte nur, dass dies an der Prüfung auch so bleibt.
An der MFK angekommen, folgt auch bald mein Mitprüfling. Da beide sehr entspannt waren, diskutierten wir etwas über unsere Motorräder und meine Nervosität war komplett verschwunden.
Der Experte war ruhig aber freundlich. Die Motorräder wurden kontrolliert und schon ging es nach unten auf den Prüfungsplatz. Der Verlauf wurde gut erklärt und wenn man mal eine Frage gestellt hat, wurde es auch beantwortet.
Slalom:
Als erstes war der Slalom an der Reihe. Schon da merkte ich, okay – im Luzernischen haben wir dies anders erklärt bekommen. Da hiess es einfach von A nach B Slalom fahren. In Olten mussten wir in der Mitte beginnen, dann 2 Slalom, eng wenden (in Markierung bleiben), die ganze Länge Slalom, noch einmal eng wenden, Slalom wieder bis zur Mitte. Obwohl ich es nie so gelernt habe, haben sich doch meine Trainings ausbezahlt. Ohne abstehen oder aus der Markierung gefahren.
Währenddessen hat mein Mitprüfling schon mit der 8 begonnen.
8-Fahren:
Ebenfalls Abweichungen zu den sonstigen Prüfungsberichten und dem, was mir im Kurs beigebracht wurde. Mit meinem Partner konnte ich mittlerweile die 8 mit Sozius, ohne weiteres fahren. Bei uns ist aber der Experte bei diesem Manöver nicht aufgestiegen. 2x eine 8 fahren und fertig. In Olten wird die 8 auch nicht um Pylonen gefahren, sondern ebenfalls in einer Markierung. Auch dies war kein Problem, da ich es viel kleiner geübt habe und mit Sozius.
Spurgasse:
Da wurde mir etwas mulmig…Ich habe es schon auch gelernt, dass man mit der Kupplung spielen muss, aber auch mit der Hinterbremse. Bei der Prüfung in Sursee, war dies gemäss meinem Partner auch so. Hier durfte ich aber die Hinterbremse nicht benutzen. Mein Gedanke: „Naa toll…!“ Aber auch da machten sich wohl meine sehr viel gefahrenen Km bezahlbar. Obwohl ich dies nie so geübt habe, war ich gefühlsmässig noch langsamer als sonst. Somit auch dieses Manöver – beendet.
Mein Mitprüfling hatte leider keinen so guten Tag erwischt. Beim Slalom abgestanden + Pylonen umgefahren, Spurgasse zu schnell…Bei der 8 habe ich nicht zugeschaut, weiss nicht ob die gut war oder nicht. Somit war für ihn die Prüfung beendet und der Experte setzte sich bei mir drauf und wir fuhren zur Bornfeldstrasse um noch die Vollbremsung zu testen. Auch dies war kein Problem. Auf 50 beschleunigen, in die Kötze - ABS hat man gehört und gleichzeitig habe ich wieder in den 1. Gang geschaltet und fertig.
Noch einmal kurz zur MFK – ich nehme an wegen dem Mitprüfling – und dann ging die Fahrt los.
Prüfungsroute:
Von der MFK der Sportstrasse entlang bis zur Schützenmatte, dann nach oben zur 20er Zone zum Café Ring. Abzweigung in Richtung Basel. Von der Baslerstrasse abgebogen zur Brückenstrasse und vor der Trimbacherbrücke zur Quaistrasse und auch gleich zur Dellenstrasse abgebogen. Bei der Winznauerstrasse musste ich rechts in Richtung Bowlingcenter abbiegen. Die momentane Lage: Baustelle – auf der Hauptstrasse sind Ampeln, man muss also auf den Ampelverlauf achten! Von da aus, alles der Hauptstrasse entlang bis zum Kreisel bei der Brücke. Dort dann wieder in Richtung Olten und alles geradeaus bis zum Doppelkreisel. Rechts abbiegen, durch den Tunnel und bei der Kreuzung links, wieder in Richtung MFK – Prüfung beendet.
Bevor er mir überhaupt etwas gesagt hat, wurde die Prüfung besprochen.
Einzig das Kuppeln wurde kritisiert, wobei ich auch sagen musste, dass gewisse Punkte die er angesprochen hat, ich noch extra mit dem Fahrlehrer angeschaut und ihn gefragt habe, wie ich es machen soll. Zudem, dass ich beim Hochschalten die Kupplung nicht drücken muss – hörte ich persönlich zum ersten Mal. Ich dachte, dies geht einfach bei gewissen Motorrädern. Aber das ich dies auch so machen soll, war mir ganz neu. Fragezeichen blinkten etwas bei mir auf
, aber ich nehme mir natürlich jedes Feedback zu Herzen.
Ich dachte schon – jaja, jetzt ist wohl vorbei…
Dann doch noch: Prüfung bestanden.
Booaaah……..Dankeschön!!! ![]()
Die Prüfung war ein ewiges auf und ab, aber das Üben im Vorfeld war auf jeden Fall Goldwert!
Mein Fazit:
Manöver lieber immer „schwerer“ üben. Wenn man dies beherrscht, ist alles andere ein Kinderspiel.
Das jeder Kanton seine eigene Art und Weise der Prüfung hat, kann einem echt auf die Nerven gehen :thumbdown:
Bei Wohnwechsel in anderen Kanton, empfiehlt sich also noch Fahrstunden zu nehmen, damit man über die andere Vorgehensweise der Manöver etc. Bescheid weiss. ![]()
Und: Auch wenn es beim ersten Mal nicht klappt –einfach noch einmal anmelden und nochmals versuchen – das war mein Mantra…Einfach nicht unter Druck setzen.
Wünsche allen weiteren "L"-Fahrern ganz viel Erfolg bei der Prüfung!
INFO ZU MFK: Ich hatte vor einigen Jahren auch schon die Roller und Autoprüfung in Olten. Beide Male, habe ich eine Rechnung erhalten der Prüfungskosten. Nun ist es anscheinend seit Montag so, dass man es direkt bezahlen muss. Stand etwas blöd da, hatte nur etwas Bargeld dabei. Die Frau am Schalter war jedoch verständnisvoll und wusste, dass ich nicht darüber informiert worden bin. Bekomme also trotzdem noch eine Rechnung, gehöre aber wohl zu den letzten.
So, und nun erfreue ich mich, dass ich nach meiner Diplomarbeit auch noch diese Prüfung bestanden habe und voraussichtlich endlich mal keine Gedanken an irgendwelche Prüfungen etc. haben muss. :D:D:D Eine Tour zu den Dolomiten und nach Slowenien ist schon in Planung
:thumbup:
Original: Prüfungsbericht Olten & Unterschiede zu Kt. Luzern
Von: LiLa
Hallo zusammen
Hier kommt ein etwas ausführlicher Bericht meiner Prüfung letzte Woche in Bülach.
Am Morgen der Prüfung habe ich für mich nochmal Spurgasse und 8 geübt. Einfach um ein bisschen mehr das Gefühl fürs Motorrad zu bekommen und auch um meine Nerven ein wenig zu beruhigen. Dann bin ich frühzeitig beim Strassenverkehrsamt (08:25 Uhr, Termin 08:40 Uhr). Nochmal aufs WC und viel durchatmen *hahaha*.
Um 08:35 Uhr kommt der zweite Prüfling dazu. Wir sortieren unsere Motorräder beide auf einem Parkplatz. Lustigerweise sollen wir beide auf einem parken. Wir begrüssen und unterhalten uns kurz und sind beide echt nervös. Gegen 08:45 Uhr kommt der Experte. Sehr freundlicher Typ. Es folgt ein bisschen Small-Talk. Ich bin wirklich mega nervös. Der Experte kontrolliert dann erst den ganzen Papierkram, dann die Motorräder (Blinker vorne und hinten, Bremslicht und Lichter). Zum Schluss noch unsere persönliche Schutzausrüstung. Wir sollen uns ausrüsten und dann zum Start der Manöver-Ecke fahren.
Dort angekommen gehen wir die Manöver (Spurgasse, versetzter Slalom und
ab. Der Experte erklärt uns ganz genau wie wir fahren sollen. Dann sollen wir entscheiden wer anfängt – Ladies first – also ich 😉 Ich schüttle meine Hände und Schulter nochmal aus, atme ein paar Mal tief und los geht es. Motor an und ab in die Spurgasse. Habe ein gutes Gefühl, doch in der Mitte muss ich mit dem Fuss abstehen. Denke, ok... Das wars.. Aber ich mache einfach konzentriert weiter und lasse mich nicht beirren. Der versetzte Slalom klappt sehr gut (nicht komplett eng gefahren) und die 8 muss ich genau einmal fahren (wäre die gerne öfter gefahren da ich sie sehr mag 😉). Dann hält der Prüfer mich an. Ich denke, ok das wars. Er schickt mich heim. Aber nein.. Er sagt mir, ich soll einmal ums Gebäude rumfahren und wenn der andere Prüfling fertig ist, dann darf ich die Spurgasse nochmal machen. Ich bedanke mich von Herzen und fahre wieder los. Am Startpunkt angekommen sehe ich, dass der andere Prüfling beim versetzten Slalom eine Pylone mitnimmt. Die 8 fährt er dann auch nur so halbherzig. Aber auch er darf den versetzen Slalom nochmal machen. Ich setze dann für meine zweite Spurgasse an und dieses Mal ist sie sehr sicher. Der Experte sagt mir, ich solle mich auf die Seite stellen und warten. Der andere Prüfling startet währenddessen nochmal den versetzten Slalom. Ich sehe nichts, da es in meinem Rücken ist. Ich höre auf einmal nur einen Knall und eine Hupe. Drehe mich rum und sehe den andere Prüfling samt Motorrad am Boden liegen. Für ihn ist die Prüfung damit beendet. Der Experte kommt zu mir und erklärt mir wie die Gefahrenbremsung funktioniert. Ich fahre also wieder ums Gebäude rum zum Start und dann geht’s an die Bremsung. Der Experte scheint zufrieden, er winkt mich zu sich. Sagt, alles ok. Spurgasse war einfach zu schnell mit 13.5 Sekunden. Ich soll aber einem bestimmten Punkt auf dem Gelände auf ihn warten und dann geht es auf die Strecke. Ich stelle also mein Motorrad ab und atme erstmal tief durch.
Es dauert eine Weile dann kommt der Experte zurück. Er hat dann jetzt auch seinen Helm auf. Er erklärt mir wie er mir die Signale während der Fahrt gibt zum Abbiegen. Er sagt auch, dass er sich nicht an mir festhält. Es kann aber sein, dass er, je nachdem wie ich bremse, etwas auf rutscht oder sich abstützen muss. Da ich eine Frau bin fragt er ob das für mich ok ist. Ich bejahe dies. Dann steige ich auf, er dazu und los geht es. Wir fahren vom Strassenverkehrsamt geradeaus über die Kreuzung und folgen der Vorfahrtsstrasse. Kurz darauf geht es rechts weg in ein Wohngebiet. Viele rechts-vor-links Strassen und viel auf das es zu achten gibt. Am Ende biegen wir links ab und fahren in Richtung Nussbaumen. Kurz nach der Ortsausfahrt Bülach steht ein Baustellen-Fahrzeug auf der Strasse. Ich denke mir, ruhig bleiben. Schauen ob jemand von vorne kommt und vorsichtig dran vorbei. Von Nussbaumen aus geht es in Richtung Petersboden und wieder runter nach Rorbas. Wir biegen rechts auf die Hauptstrasse ab und fahren Richtung Embrach. In Embrach biegen im zweiten Kreisel nach rechts ab und fahren wieder Richtung Bülach über den Eschenmoser. Kurz vor Bülach ist die Strasse ein wenig nass oder ist das Öl? Schwer zu sagen. Ich fahre bestmöglich drum herum. An der nächsten Ampelkreuzung kommt ein Tipp vom Experten zu solchen Situationen. Nicht negativ belehrend, sondern wirklich nett gemeint. Ich bedanke mich dafür (ja, Freundlichkeit kann ich 😉). In Bülach angekommen fahren wir noch ein bisschen durchs Städtchen und Richtung Spital. Dann geht es vor dem Spital rechts weg und wieder in Richtung Strassenverkehrsamt. Dort angekommen, stelle ich das Motorrad wieder an die bekannte Stelle. Der Experte steigt ab und noch bevor ich komplett abgestiegen bin, gratuliert er mir schon zur bestandenen Prüfung. Ich schaue ihn etwas ungläubig an und frage ernsthaft? Er so «Ja, klar. Das war doch gut.». Ich fange vor Freude an zu weinen. Der ganze Druck fällt in dem Moment ab. Sage ihm, dass ist das beste Geburtstagsgeschenk ever. Er fragt ob ich heute Geburtstag habe. Ich sage ja und er gratuliert mir nochmal. Dann sagt er ich solle kurz warten, er ist gleich wieder da. Kurze Zeit später kommt er mit dem unterschriebenen Lehrfahrausweis zurück. Den Führerschein (vom Auto) behält er ein. Ich bekomme den neuen in den nächsten Tagen zugeschickt.
Alles in allem war es wirklich ok. Mal abgesehen davon, dass ich am Morgen zu Hause vor Aufregung fast erbrochen hätte. Ich bin absolut nicht perfekt gefahren (einmal etwas doll gebremst an einem Kreisel, einmal verschaltet, einmal mit beiden Beinen abgestanden, manchmal etwas ruckelig geschaltet). Ich kann nur vermuten, warum ich dennoch bestanden habe. Es war wahrscheinlich die gute «Verkehrsübersicht» (so hat es der Prüfer genannt und hervorgehoben). Ich habe in jede Kreuzung geschaut, vorausschauend gebremst und mich durch kleine Fehler nicht aus der Ruhe bringen lassen.
Jetzt bin aber erstmal mehr als happy, dass es überstanden ist. Schauen wir mal wie das Ganze dann in zwei Jahren läuft, wenn ich die offene Prüfung mache 😉
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Original: RE: Prüfungsbericht Bülach, 35KW
Original von: @790Duke_Vulpis
Nun ist es (endlich) an mir den Prüfungsbericht zu schreiben. ![]()
Prüfung war, 24.06.2026, 0845h in Bützberg. Zum Glück noch nicht sooo heiss... die heimfahrt war dann schon fast unerträglich.
Gut,, eintreffen 08.25 (man will ja definitiv nicht zu spät kommen) auf dem Strassenverkehrsamt, anderer Töff steht schon da... ich mal gaaanz mühsam da hingestellt. Hab mich glaub angestellt wie ein totaler Doofie... wollte nicht in das Parkfeld... da die Signalisation nicht wirklich klar ist. Parkfeld oder daneben - Schild "P für Motorradprüfungen" war NEBEN dem Parkfeld. Naja die andere Teilnehmerin war schon da. In Leder Kombi.
Etwas verwirrt warteten wir da.. Scheinbar ist das auch der offizielle Pausenort der Mitarbeiter dort... kamen mehrere Leute und wir immer wieder in Erwartung, wird das unser Prüfer sein. Nein war nicht der Fall.
"Erst" 0840 war ER da
Stellte sich vor, fragte noch ob wir schon anfangen sollen, auch wenn etwas zu früh. Modern alles auf seinem Tablet. Er darauf rum gehämmert (Schutzfolie wohl etwas zu dick). Erklärt wies geht:
- Wir sind per Funk unterwegs - Berna Quatro, immer wenn er das sagt seien wir gemeint - Gut hat er das nicht so gemeint wie beim Spiel "Simon Sagt", dann wären wir noch immer unterwegs, er hats in 50% der Fälle vergessen

- Einer fährt voraus, er im Auto in der Mitte, der andere hinterher
- Der vorausfahrende schaut für sich, nicht darauf schauen, dass alle drei durch die Lücke passen
- Die Manöver werden unterwegs gemacht. Das Anfahren am Berg, gibt er per Funk durch, da bleiben alle wo Sie sind (er im Auto) bei den anderen Steigt er aus und erklärt den rest vor ort
- Funk und Warnweste nach der Prüfung bitte wieder genau so aufhängen, nach uns kämen wieder die nächsten
- Fragen - keine - wer will zu erst? -> bin Gentleman und habe Leder Lady den vortritt gelassen (KTM irgendwas 390)
Los gings. Moment... Herr... sind das Motorradschuhe... haben Sie beide auch komplett geschlossene Handschuhe. Ja und ja. Dann Bereit machen, anziehen, Funkcheck und Los.
Los vom Amt, Richtung Langenthal. Einmal durch die Innenstadt (genaue Route unten) dann super... woher kommt diese nette Dame und will über den Fussgänger... oke, hat noch gereicht zum Bremsen. Und weiter... immer schön dem Grossen BWM hinterher. Immer gut aufpassen was er sagt, nicht zu schnell.... aber dran bleiben... nicht zu nah...
Gut raus aus der Innenstadt Richtung Obersteckholz, Melchnau, Gondiswil, Grossdietwil - dann enge Strasse, er mit seinem "Schmalen" SUV kein durchkommen... ich hinten dran... brav warten... er musste zirkeln... irgendwann konnten die beiden Autos kreuzen. Sie vorne musste schon mal irgendwo warten, damit sie uns nicht abgehängt hat. Dann weiter...
Dann kam es: Frau... da vorne bitte rechts anhalten und Herr Seljo sie überholen mich dann und übernehmen dann die vordere Position... naaaa gut... also zeigen wir es was wir gelernt haben. VERDAMMT: Was war jetzt hier? 80/60/50? Warum ist er soweit hinten? Na gut runter vom gas... wohl doch nicht 80... ok es wären 80 gewesen, die 50er Tafel kam noch... Nicht schlimm... besser als anders rum.
Dann weiter Richtung Ebersecken, kleine aber übersichtliche Kreuzung. Dann hiess es auch schon, rechts anhalten, sehr steil. Gut jetzt bitte wieder losfahren - 1. Manöver anfahren am Berg problemlos geschafft. Wuheee!
Für alle die die Region nicht kennen, bisher war alles eher Kurvig und so gehts auch weiter. Und alle wissen: Kurven LIEBE ICH *ironie off* - oben angekommen - Gerade Strecke - Links ranfahren resp. wenden - wir machen hier noch Manöver - MITTEN AUF DER STRASSE - aber er war so Cool drauf - er wollte und Erklären, da kam ein Auto und Töff nach dem andern. Einer vor IHM sogar Wheele gemacht.
Gut, erst in die eine Richtung Spurgasse nebeneinander - dann an die Kreuzung, wenden, wenn er das Zeichen gibt, einer nach dem andern losfahren, 50kmh, Notbremsung. Wenns passt, links ranfahren, und warten. Dann weiter. Gemacht getan, hätte bisschen mehr in die Eisen gekonnt aber hat gepasst, gut dann weiter. Dann Weiter der Strasse nach, richtung Altbüron, kleine Passstrasse, gemütlich runter, schön runter und vorausschauend fahren - vielleicht will er ja sehen - schleife ich das Knie (kann ich NOCH nicht :-P) dann - ohhh auf der anderen Seite, da ist ein Stopp, auf dieser auch - gut schauen. AHH da ist auch einer, also Brav Fuss runter. Warten warten und weiter - St. Urban, Roggwil, Langenthal, dann noch hier durch und da durch.... Einfach bisschen Stadt und zurück zum "Büro".
Dann warten... ein Handschuh.. zweiter.... irgendwie im Automatismus... und immer den Experten an seinem Tablet und Stehtisch im Blick. Dann zu ihm... er schon Kugelschreiber draussen und am Kritzeln auf den Lernfahrausweisen, sagt aber nichts...
Dann die Erleichterung Gratulation sie beide haben bestanden!!!!
Ja was kann man noch sagen... Fahren sie weiter so gut... ahh ja vielleicht etwas besser bei der Notbremsung... aber sonst... alles gut. Ausweis kommt dann per Post.
Noch bisschen Small Talk und das wars.
Nun denn... ich habs geschafft....
Danke allen für eure Tipps, das gemeinsame Fahren, die vielen lieben Worte und ans mich glauben!
Original: Prüfungsbericht Bützberg 06.2026
In der Hoffnung, dass es jemandem hilft, hier noch mein Bericht zur heutigen Fahrprüfung Kat. A (unbeschränkt) in Emmen LU. Vorab: Bestanden!
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Ort
Treffpunkt und Manöver werden neu beim TCS-Testzentrum in Emmen, Buholzstrasse 42, geprüft, nicht mehr bei der Verkehrspolizei an der Rothenburgstrasse.
Ablauf
- Begrüssung Experte & 1 Mitprüfling (Kat. A und A- werden zusammen geprüft) . Papiere werden eingesammelt (Einladung, Fahrzeugausweis, Lernfahrausweis, Führerschein), der Töff inspiziert (Test Blinklichter, Pneu, Bremse, Fahrwerk) und die eigene Schutzausrüstung. Funkgerät anbringen (man hört den Prüfer nur, kann aber selbst nichts funken), Erklärung Ablauf.
- Manöver. Wir hatten: Gerader Slalom > enge Kurve (neues Manöver) > Spurgasse > harten Gegenstand überfahren (neues Manöver -> flaches Brett direkt auf Boden, ca. 5 cm hoch, auf einer Länge von ca. 4-5 m) > Notbremsung > Acht (neu ohne Sozius und mit 2 eng aufgestellten Pylonen in der Mitte, die jeweils durchquert werden müssen). Den versetzten Slalom gibt es in LU ebenfalls neu, aber haben wir nicht gemacht. Der Experte trifft die Auswahl beliebig.
- Strassenfahrt. Neu sitzt der Experte in LU nicht mehr auf dem Soziussitz, er fährt mit dem eigenen Töff mit. Er fährt jeweils in der Mitte, der Kandidat, der gerade geprüft wird, fährt voraus, der Mitprüfling fährt am Schluss. Jeder Kandidat fährt ca. 30 min voraus, dann wird unterwegs gewechselt. Achtung: Der Experte schaut regelmässig in den Rückspiegel, das Schlusslicht geniesst keine Narrenfreiheit.

- Rückkehr und Schlussbesprechung beim Startpunkt im TCS-Testzentrum. Experte macht letzte Bemerkungen und teilt mit, wer bestanden hat und wer nicht. Beim Bestehen wird der gestempelte Lernfahrausweis (dient als prov. Ausweis) zurückgegeben, der Führerschein aber zurückbehalten. Der Neue wird dann innerhalb von 10 Tagen per Post zugestellt.
Prüfungsstrecke
Emmen > Ballwil > Sins > Beinwil (Freiamt) > Horben > Hohenrain > Ballwil > Emmen. Karte folgt.
Theorie / Fragen
Es gibt Prüfungsberichte für Kat. A, wo Leuten offenbar Fragen zur technischen Wartung des Töffs gestellt wurden. Z.B. Wie prüft man den Stand des Kühlmittels und des Motorenöls? Was ist die Mindestprofiltiefe bei Pneu? Welchen Druck soll der Pneu haben? Bei uns gab es keine technischen Fragen, aber besser die Basics einprägen für den Fall der Fälle.
Wird von Kat. A (unbeschränkt) mehr erwartet als von Kat. A- (beschränkt)?
Mein Eindruck: Ja, etwas, aber man muss nicht perfekt fahren. Meine Mitfahrerin (hatte Prüfung Kat. A-) fuhr oft 10-15 km/h unter dem Limit. Der Experte hat ihr das durchgehen lassen. Bei Kat. A wäre so zögerliches Fahren wahrscheinlich als unsicheres Fahren und damit negativ bewertet worden. Also: Zügig und selbstbewusst fahren, aber natürlich nicht über dem Limit. Hab bei einer Kreuzung versehentlich N statt 1 eingelegt, war überhaupt kein Problem.
Gewisse berichten, Kat. A habe die schwierigere Strecke. War bei mir nicht der Fall, also genau gleich für Kat. A- und Kat. A. Mir ist aber aufgefallen, dass meine Mitfahrerin deutlich länger voraus fahren musste als ich.
Tipps
- Komplette Schutzausrüstung anziehen, Töff putzen, pünktlich sein = man nimmt die Prüfung ernst. Selbstbewusst aber freundlich und keinesfalls arrogant auftreten.
- Vorausschauend fahren und Kopf übertrieben drehen, damit der Experte von hinten die Blickführung sieht.
- In Gefahrensituationen Bremsbereitschaft zeigen mit Hand und Fuss auf den Bremsen. Ich hatte eine Gruppe Velofahrer, die seitlich über das Trottoir reingeschossen ist und das direkt beim Fussgängerstreifen. Da unklar war, ob sie über den Fussgänger auf die Strasse ziehen würden, hab ich das Tempo rausgenommen mit nachträglich betrachtet unnötigem Rollstopp beim Streifen. Aber hat der Experte dann gelobt. Also: Zügig fahren, aber in Gefahrensituationen besser ein Mal zu defensiv als zu offensiv fahren.
- Wer nervös ist, soll es sagen. Gibt Sympathiepunkte - mutmasslich.

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Original von treedz
Link zum Original: Prüfungsbericht Kat. A (unbeschränkt) in Emmen LU
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KAPITEL 1 — Anreise & Ankunft - Fahrt nach Bolligen
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Ich bin etwa um 08:15 Uhr losgefahren und habe beim Weyerli-Bad unter der Autobahnbrücke noch ca. 20 Min. Achter und Spurgasse eingefahren. Meine Laune war top, ich fühlte mich wohl, fit und bereit für die Prüfung. Vor den Manövern hatte ich nun keine Angst mehr.
Ca. 09:15 Uhr kam ich beim Strassenverkehrsamt an. Trinken, Pipi, ausruhen, chillen. Um 09:30 Uhr kamen dann noch ein zweiter und ein dritter Kandidat dazu. Pünktlich um 10:05 Uhr holte uns der Experte ab; im Büro prüfte er unsere Kleidung und alle wichtigen Dokumente.
Wir zogen ein hübsches gelbes Kleidchen an, mit Funk am Ohr. Dann ging's raus zu den Töffs. Eine Überprüfung der Töffs fand jedoch nicht statt – er kontrollierte nur anhand des Fahrzeugausweises, ob das Fahrzeug für diese Art Prüfung konform ist. Im Büro hatte er die Kommandos erklärt: «Bernuno + Kommando» (links, rechts, wenden, warten ...).
Ich wurde von Anfang an hinter das Prüfungsauto disponiert, mein Kamerad nach vorne. Dann ging es los Richtung Bolligen, etwas über Land und durch Wiesen. Nach ca. 20 Min. Fahrt kam dann irgendwo bei Krauchthal: «Bernuno, langsam fahren und wenden nach Dorfausgang.» Mein Kamerad bog allerdings scharf rechts INS Dorf rein – und weg war er für 3–4 Min. hä?
Irgendwann war er wieder da und ich konnte vor das Prüfungsauto, er nach hinten. Beim Überholen des Prüfungsautos wartete ich, weil ich in gut 30 Metern noch zwei wilde Fahrradfahrer sah. Der Experte war da wohl nicht so geduldig: «Ja! Überhol mich doch bitte!», «Überhol ...». Schon gut ... na dann. ![]()
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KAPITEL 2 — Das Traktor-Chaos vor Hindelbank
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Kurz vor Hindelbank:
«Bernuno, rechts.»
Ich schaue rechts ... ja ... WO DENN rechts? Da gibt's ja nur Wiesen, Acker und Fahrradspur. Fahre weiter ...
«Bernuno, rechts.»
Ich schaue und blinke mal rechts – aber wohin denn? Puls steigt
Dann ist die schmale Feldstrasse plötzlich da, und wie aus dem Nichts auch ein kleiner Traktor dazu gespawnt. Verrückt, denk ich. Beim Abbiegen spawnt auch noch ein Baustellengeländer dazu, und schon ist's echt verdammt eng. Ich quetsche mich gerade noch durch, verschalte mich, lege mich fast hin, fange mich noch und ... ja, nach dem Traktor kommt noch ein Fahrrad. xD Irgendwie kommen wir aber alle unbeschadet durch. Schock
Mein Experte sagt nichts. Mein Kamerad meint später: Bis auf das fehlende Einspuren war doch alles souverän. schockierter Blick
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KAPITEL 3 — Die Manöver
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Auf dem Feldwiesenweg (asphaltiert) mussten wir aus 50 km/h eine Notbremsung durchführen, und gleich danach kam das Spurgassefahren.
- Notbremsung: Easy, chill.

- Spurgasse: Kaum bin ich losgerollt (ca. 4 Meter gefahren), sagt der Experte: «Ja gut, Abbruch – kannst gleich da rüber in den Schatten und warten.» Entweder war das schon völlig ausreichend oder vollkommen desolat. ???
- Kamerad: Notbremsung ebenfalls astrein, Spurgasse auch nach ca. 4 Metern gleich wieder abgebrochen.
Der Experte meinte dann: «Ja, das klappt bei euch beiden bislang ja super toll! Jetzt machen wir hier auf dem Platz die Achter.» Der Platz: etwas eng, aber easy. Etwa die Hälfte war voll mit Laub, Kies und Stöcken gemischt, die andere Hälfte Asphalt. Drum herum Büsche. Die Acht schön eng an die Büsche ... danke auch.
Kamerad zuerst: fährt los, steht gleich wieder ab und fährt dann souverän – etwas grössere Achter.
Ich: fahre los, etwas gar enge Achter, etwas «rumpelig». Fast zum Schluss stehe ich auch ab ... na toll. Jo, das war's dann mit der Prüfung. ![]()
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KAPITEL 4 — Autobahn & Frau Plastik
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Wir fahren weiter durchs Kraut unter der Autobahn durch. An einem steilen Stück machen wir das Anfahren am Berg – alles paletti. Weiter durch Moosseedorf und dann auf die Autobahn Richtung Bern/Wankdorf. Beim Einfädeln verliere ich den Experten aus den Augen.
«Bernuno, Richtung Wankdorf.»
Ich nicke als Bestätigung, aber keine Ahnung mehr, welche Spur. Bleibe rechts und schaue auf die Schilder. Kein Wankdorf, kein Spurwechsel ...
«Bernuno, immer noch Richtung Wankdorf!»
Ich schaue – ja, k. A. wohin denn ??? Vor mir noch ein langsamer Lastwagen, wir fahren etwa 70.
«Bernuno, schneller und bitte vor mich hin!»
Jetzt sehe ich ihn, Blicktechnik, fahre auf die mittlere Spur. Ouuu ... da fliegt noch eine riesige, grosse, schwarze Plastikplane rum. Werde wieder langsamer, und Frau Plastik macht Platz. Glück ![]()
Am Ende, beim Strassenverkehrsamt angekommen, war ich komplett platt. Das war's! Zu viele Fehler ... und es kamen noch andere Sachen dazu: Kommando war «links abbiegen», ich wollte rechts. An einer Kreuzung aus dem Gleichgewicht gekommen und mit beiden Beinen dagestanden.
Als wir beide im Büro sassen, schaute ich ungläubig, als er sagte: «Ihr habt beide bestanden!»
Verrückt!
Original von: Norfindo
Liebe alle
Auch ich möchte mich aus den Schatten des Lurkens hinausbewegen und mich kurz vorstellen. 😄
Kurz zu mir:
- Autofahrer seit 2011 (Mann, ist das lange her 😅).
- Schon als kleiner Junge von Motorrädern und Co. begeistert, jedoch kamen immer wieder die gleichen Ausreden («zu gefährlich», «mit 18 kannst du sowieso Auto fahren» etc.).
- Mit 30 endlich durchgezogen und mir eine Vespa zugetan (Bertha).
- Den Grundkurs daraufhin absolviert und somit den A1-Schein «geschenkt» bekommen.
- Dann hat mich die Lust gepackt und dank der Hilfe einer sehr guten Freundin (danke Linda!) wurde ich endgültig davon überzeugt, den A−-Führerschein zu machen. 2025 den Lernfahrausweis bestellt und mir Toni zugetan. Dann ging es los!
Vorbereitungen:
Wie schon oben erwähnt, ging es bereits 2025 los. Im November 2025 kaufte ich Toni (meine MT-03) mit der Idee, das Fahrenlernen langsam anzugehen. Aus «Selbstschutz» habe ich mich für eine MT-03 entschieden, da ich die MT-Reihe kannte und mir ein Motorrad zulegen wollte, das am Anfang auch mal Fehler verzeiht.
Toni kam aus einer eher schwierigen Beziehung. 😅 Der Vorbesitzer hat sie nicht besonders liebevoll behandelt, und so musste ich im März 2026 eine eher grosse Rechnung bei meinem Garagisten bezahlen (hinzu kamen auch eigene Wünsche wie z. B. ein neuer Auspuff und eine Griffheizung).
Ab März ging ich regelmässig auf die Strasse und fuhr zunächst nur in der Stadt Zürich umher. Mit zunehmender Fahrroutine erweiterte ich meinen Fahrradius und nahm im April 2026 meine erste Fahrstunde. Nach ca. 1'000 gefahrenen Kilometern meldete ich mich für die Fahrprüfung an.
Ich hatte die Qual der Wahl: Da ich meinen Autoführerschein in Regensdorf gemacht hatte, schien dies auf den ersten Blick die logische Wahl zu sein. Da ich aber in Zürich aufgewachsen bin (und immer noch hier wohne), entschied ich mich für den Prüfungsort Albisgüetli, da ich die Stadtzürcher Strassen wie meine Westentasche kenne und mich hier auch am wohlsten fühle.
Tipp: Geht unbedingt in der jeweiligen Prüfungsregion eine Runde fahren, wenn ihr noch unentschlossen seid. Ich fuhr sowohl in Regensdorf als auch in der Stadt Zürich diverse potenzielle Prüfungsrouten ab, bevor ich mich endgültig entschied.
Wenn ihr eher eine «ruhigere» Umgebung bevorzugt, würde ich euch das Strassenverkehrsamt Regensdorf ans Herz legen. Hier entgeht ihr meistens dem «vollen Stadtfeeling», und Tramgleise hat es auch keine. 😝
Meines Erachtens ist aber weder der Prüfungsort Albisgüetli «schwieriger» noch Regensdorf «einfacher». Die Fahrexperten wollen euch am Ende des Tages mit gutem Gewissen auf die Strasse lassen können und sind meiner Erfahrung nach sehr fair.
Nach insgesamt sieben Fahrlektionen bei Roger Huber (Fahrschule Mannhard) und zwei absolvierten Manöverkursen (ebenfalls bei der Fahrschule Mannhard – beides sehr empfehlenswert) war es am 20.08.2026 so weit: Meine Fahrprüfung stand vor der Tür.
Prüfungstag:
Nach knapp 4'000 gefahrenen Kilometern war es endlich so weit. Ich hatte die Prüfung um 12:40 Uhr. Ich habe die Prüfungszeit bewusst gewählt, da ich am Morgen vorher noch Toni putzen und volltanken wollte. Ich fuhr ca. eine Stunde früher los, um mich etwas einzufahren. Beim Restaurant Albisgüetli machte ich noch einen kurzen Check-up der Manöver, bevor ich auf den Parkplatz Nr. 10 einbog.
Dort angekommen, wartete bereits mein Prüfungspartner mit seiner Honda CB650R. Wir unterhielten uns, bevor der Experte rauskam und uns freundlich begrüsste. Er erklärte uns den Prüfungsablauf und wollte zuerst die Papiere sehen. Nach dem Papiercheck kontrollierte der Experte die parkierten Motorräder auf ihre Fahrtüchtigkeit. Mein Prüfungskollege musste leider früher nach Hause gehen, da sein Vorderrad zu wenig Profil hatte. Harte Entscheidung, aber so sind nun mal die Regeln.
Tipp: Kontrolliert am besten am Vorabend, dass ihr alles Nötige eingepackt habt. Mitnehmen müsst ihr:
- die Prüfungseinladung
- den Fahrzeugausweis
- den Lernfahrausweis und den Fahrausweis, wenn ihr bereits andere Fahrzeuge fahren dürft
- den Personalausweis (ID reicht vollkommen aus)
- evtl. Beiblätter, wenn ihr an eurem Motorrad etwas verändert habt (z. B. Auspuffanlage etc.)
Schaut auch unbedingt, dass euer Motorrad in einem guten Zustand ist und keine Mängel aufweist. Zu wenig Profiltiefe beim Reifen (wie leider mein Prüfungskollege schmerzlich herausfinden musste) und z. B. verbogene Griffe werden nicht geduldet. Kommt vollgetankt an die Prüfung – sicher ist sicher – und putzt euer Motorrad gründlich und fettet die Kette nach, wenn ihr das müsst.
Ich hatte am Prüfungstag meine Textilausrüstung inkl. Schildkröte angezogen und kam so an die Prüfung, wie ich auch in den Fahrstunden und bei den Manöverübungen gefahren bin. Kommt unbedingt anständig gekleidet an die Prüfung. There's only one chance to make a first impression... 🙃 Meidet «Poser»-Bekleidung, da mein Fahrlehrer meinte, dass dies nicht so gut ankommt.
Zusammenfassend braucht ihr folgende Prüfungsausrüstung:
- geprüfter Schutzhelm nach UNECE-Reglement 22, mit Visier oder Brille
- Motorradjacke (aus abrieb- und reissfestem Material, mit Aufprallschutz)
- Motorradhandschuhe (aus abrieb- und reissfestem Material)
- Motorradhose (aus abrieb- und reissfestem Material, mit Aufprallschutz)
- Motorradstiefel oder feste Schuhe bis über die Knöchel
Manöverprüfung:
Der Experte bat mich zuerst, runter auf den Manöverplatz zu gehen. Hier hatte ich die letzten vier Wochen meine Abende immer wieder verbracht, wenn auch jeweils nur kurz. Geht unbedingt den Manöverplatz abchecken. So lernt ihr den Prüfungsort kennen und alles erscheint am Prüfungstag nicht mehr neu.
Sichtlich nervös fing ich mit den heiligen drei Manövern an: Spurgasse – versetzter Slalom – 8er-Fahren, alles in einem Durchgang.
Anfahrt angenommen, rein in die Spurgasse und nach ca. der Hälfte bat mich der Experte schon, in den versetzten Slalom zu fahren. Habe ich etwas falsch gemacht? War's das jetzt? 😢
Der versetzte Slalom war gut und weiter ging's in die 8. Nach ca. zwei Umdrehungen bat mich der Experte zu sich. Alles tipptopp! Er gab mir den Tipp, bei der Spurgasse konstanter Gas zu geben und die volle Länge auszunutzen. Ich hatte anscheinend bereits bei der Hälfte der Strecke die 15 Sekunden erreicht (das habe ich noch nie geschafft 😆). Anmerkung akzeptiert und es ging runter zur Notbremsung.
Dies stellte auch keine Herausforderung dar, da ich das Notbremsen LIEBE (meine Mama hat mich als Kind getestet, ich schwöre!), und der Experte stieg dann auf.
Im Kanton Zürich werden die Motorradprüfungen mit einem Sozius absolviert. Der Experte steigt nach den Manövern bei euch hinten drauf und ihr fahrt eine Strecke nach seinem Gusto ab. Nehmt unbedingt Fahrstunden und/oder übt das Fahren mit einem Sozius. Das sind andere Dimensionen, als alleine herumzufahren, und die Experten merken schnell, ob ihr gekonnt mit einem Sozius fahren könnt.
Das Berganfahren wollte der Experte nicht sehen, da er meinte, dass es auf der Strecke genügend Möglichkeiten gäbe, dies zu zeigen.
Prüfungsfahrt:
Wir fuhren aus dem Strassenverkehrsamt Richtung Schweighof. Von dort aus bogen wir links Richtung Triemli ab und weiter Richtung Uitikon. In Uitikon musste ich direkt den Rechtsvortritt zeigen, da im Dorfkern gleich zweimal Autos von rechts kamen (30er-Zone).
Aus Uitikon raus ging es Richtung Birmensdorf, Landikon (Whiskey-Pass) und von Sellenbüren aus wieder zurück nach Uitikon, Triemli, Schweighof und schliesslich zum Strassenverkehrsamt. Alles in allem war es eine sehr schöne Strecke, die ich natürlich kannte und immer wieder geübt hatte.
Die Prüfungsstrecke habe ich mit der Curve Tracker App aufgezeichnet. Das Smartphone liess ich während der ganzen Prüfung in der Hosentasche.
Vor dem Losfahren meinte mein Experte, er achte auf folgende Dinge:
- Blickführung
- Linienführung
- Gangwahl und ökologisches Fahren
- vorausschauendes Fahren und Bremsbereitschaft
Schaut, dass ihr vor jeder Kurve den Kontrollblick macht und vorsichtig, aber nicht zu langsam unterwegs seid. Wenn ihr an der Prüfung unsicher sein solltet, dann fragt kurz nach, ob etwas okay ist und man jetzt so fahren darf.
Ich fuhr z. B. aus Uitikon mit 30 heraus und war mir nicht sicher, ob die 30er-Zone bereits aufgehoben war, also fragte ich kurz nach. Mein Experte meinte, dass die Beschilderung dürftig sei und ich mit 50 weiterfahren dürfe.
Wenn ihr keine Antwort erhaltet und ihr euch immer noch unsicher seid, dann fahrt so weiter, bis der Experte weitere Anweisungen gibt. Nichts ist schlimmer, als irgendwo im Nirgendwo einfach einen U-Turn zu machen, um einen möglichen Fehler zu korrigieren bzw. zu verschlimmbessern.
Beim Strassenverkehrsamt angekommen, parkierte ich wieder auf dem Parkplatz Nr. 10. Wir stiegen ab und der Experte meinte, es gebe nur noch zu gratulieren. Er habe klar gemerkt, dass ich mich vorbildlich vorbereitet habe. Er habe sofort gemerkt, dass ich das Soziusfahren geübt hatte, und sich stets sicher gefühlt. Zum Schluss bedankte er sich noch für die kleine Ausfahrt. 😄
Ich habe mich natürlich sehr gefreut, zu Hause dann das L abgeschmettert und hoffe, in zwei Jahren die «grosse» Prüfung machen zu dürfen.
Ich möchte mich ganz herzlich bei Linda und Tom für ihre unermüdliche Unterstützung bedanken. Dank euch ging ich bei Wind und Wetter fahren und machte meine ersten Schritte.
Auch ein sehr grosses Dankeschön an Roger Huber. Ohne deine Tipps und Tricks und deine aufgestellte und ehrliche Art wäre es nicht möglich gewesen.
So, jetzt viel Spass beim Lesen des Romans. 😄
Original von @pamplemousse


