Sammlung aller Prüfungsberichte nach Standort.
Hi zusammen
Aufgrund mangelnder detaillierter Prüfungsberichte zum Strassenverkehrsamt Regensdorf möchte ich hier meinen Beitrag leisten und diese Lücke im Forum schliessen. Generell kann ich das Strassenverkehrsamt Regensdorf gegenüber dem in Zürich-Albisgütli empfehlen, weil der Manöverplatz immer ausserhalb der Öffnungszeiten des Strassi zur Verfügung steht. Somit könnt ihr jederzeit dort üben gehen und müsst nicht auf die offiziellen Zeiten warten wie bim Strassi Albisgütli.
1. Angaben zu mir
Ich habe am 4. Mai 2026 meine unbeschränkte Kategorie A in Regensdorf mit meiner Trident 660 absolviert. Meine beschränkte Kat. A habe ich im 2022 ebenfalls in Regensdorf absolviert. Daher kannte ich das Vorgehen.
2. Kaufempfehlung für einen Prüfungstöff
Aus meiner Sicht kann ich zwei Vorgehen empfehlen:
- Variante 1: Kauft euch entweder ein modernes, wendiges Naked Bike wie eine Yamaha MT-07 oder eine Kawasaki Z650, welche ihr für die beschränkte Prüfung drosselt und mit der ihr die beschränkte Prüfung macht. Anschliessend absolviert ihr mit der gleichen Maschine die unbeschränkte Prüfung. So ist die unbeschränkte Prüfung geschenkt und ihr meistert den Manöverparcours ohne Probleme.
- Variante 2: Kauft euch einen älteren Töff unter 35 kW / 48 PS, den man nicht drosseln muss, der aber immerhin ABS hat für die erste Prüfung. Präferiert eine Maschine, in die ihr eine Delle machen könnt. Ihr werdet den Töff fallen lassen, das passiert jedem. Mit einem älteren Modell habt ihr so keine Angst, die Grenzen auszutesten und könnt mal wirklich fahren lernen. Sollten ein paar Kratzer entstehen, ist das kein Problem. Das Motorrad sollte für die Prüfung einfach keine Schäden haben, welche die Sicherheit beeinflussen. Verbogene Hebel oder abgebrochene Fussrasten sind ein No-Go und ihr werdet nicht zur Prüfung zugelassen. Aber mit einem älteren Töff spart ihr Geld, habt keine grossen Abschreiber und könnt ihn dem nächsten Lerner mit wenig Verlust weiterverkaufen. Eine gute Maschine könnt ihr euch für die 2. Prüfung leisten, wenn ihr euch ready fühlt, und diese werdet ihr nicht mehr fallen lassen.
3. Vorbereitung auf die Prüfung
Fahrtraining
Wie bereits erwähnt ist der Manöverparcours in Regensdorf jederzeit nach den Öffnungszeiten des Strassi zur Verfügung. Ich ging einen Monat vor der Prüfung so gut wie jeden Abend, sofern möglich, dort üben. Organisiert euch ein paar Trainingskegel, welche ihr auf den Markierungen abstellen könnt. Es ist nochmals deutlich schwieriger mit Kegeln am Boden. Ebenfalls habe ich die klassischen Routen abgefahren, welche gerne an der Prüfung vom Experten gewählt werden. Dazu gehören:
- 80er Strecke von Buchs nach Boppelsen -> Überprüfung der Kurventechnik
- «Passstrasse» von Boppelsen nach Regensberg -> Kurventechnik, uneinsehbare Kurven, viele Radfahrer, welche überholt werden müssen
- Industriegebiet Dällikon -> Kreisel fahren
- Anwohnergebiet Regensdorf, Buchs, Dänikon, Otelfingen etc. -> 30er Zone, Rechtsvortritte, Hindernisse auf der Fahrbahn, Zebrastreifen
- Dorf Buchs -> Anfahren am Berg, Rechtsvortritte, Fahrbahnverengung
- Würenlos nach Oetwil -> Landstrasse fahren
- Wohngebiet Geroldswil -> Anfahren am Berg, 30er Zone am Berg, Rechtsvortritte
Diese Stelle hier ist besonders tricky, da man hier leicht in die Gegenfahrbahn einspuren kann, wenn man in die Gemeindehausstrasse abbiegen will, wenn man von der Huebwiesenstrasse in Geroldswil kommt. Die Fahrbahnen sind nicht wirklich gut markiert. Fahrt hier mal unbedingt durch.
Wenn ihr von Regensdorf nach Weinigen fährt gibt es mitten im Dorf eine Ampel mit zwei Stoppstreifen. Wenn die Ampel schon rot ist, müsst ihr am vorderen Streifen halten.
Technisches Wissen zu meinem Motorrad
Mittlerweile müsst ihr diverse Fragen zu eurem Motorrad beantworten können, welche der Experte stellen kann. Dazu gehört:
1. Wie viel Profiltiefe muss der Reifen mindestens haben?
2. Wie kontrolliere ich die Bremsflüssigkeit, den Ölstand und den Kühlmittelstand?
3. Sind die Bremsen und die Kette einsatztüchtig? Wie überprüft man das?
4. Was sind ABS und Traktionskontrolle und wie funktionieren diese?
5. Wie viel Kettenspiel ist erlaubt?
Generell wird der Zustand eures Töffs überprüft. Putzt ihn also vor der Prüfung, macht den Service, kontrolliert den Reifendruck und stellt sicher, dass die Maschine verkehrssicher ist.
Dinge, welche ich besser hätte machen können
Mein Fehler war, keine Lehrfahrstunde mehr gebucht zu haben. Kann ich empfehlen, auch wenn ihr schon länger Motorrad fahrt. Einen Sozius zu haben ist nochmals ein anderes Gefühl. Ich würde eine Prüfungssimulation mit einem Fahrlehrer im Prüfungsgebiet empfehlen. Das könnt ihr bei der Terminvereinbarung so anfragen. Für Regensdorf kann ich die Fahrschule Koch empfehlen. Habe dort den Grundkurs gemacht.
Wenn ihr Manöver trainieren wollt mit einem Fahrlehrer, bietet das Driving Center ASSR Regensdorf jeden Mittwochabend in der Saison für 50 CHF einen Kurs mit anderen Lernenden an.
4. Meine Fahrprüfung
Die Prüfung beim Strassi Regensdorf beginnt auf dem Parkplatz 7. Kommt 5 Minuten vorher dorthin. Ich habe bis jetzt zwei Experten kennengelernt. Ein Experte ist sehr gross, schlank und freundlich, der andere Herr war etwas kleiner, mit grösserem Bauchumfang und deutlich trockener. Beide Experten sind fair und gaben einem eine weitere Chance, wenn man beim Manöverparcours einmal abgestanden ist.
Begrüssung
Nehmt sinnvolle Schutzkleidung mit und macht einen seriösen Eindruck. Der erste Eindruck zählt. Wenn ihr also wie ein Strassenracer aufkreuzt, kann dies falsche Signale senden. Ich habe einen Baselayer von Bowtex und Töffjeans mit viel Stretchanteil getragen. Das ist natürlich nicht so sicher wie eine Lederkombi, aber man ist dafür deutlich wendiger und schwitzt weniger, wenn man durch ewige 30er Zonen bei der Prüfung fahren muss.
Papierkontrolle
Bringt eure Einladung zur Prüfung, den Lernfahrausweis, den Fahrzeugschein, den bestehenden Führerausweis, sofern vorhanden, und eine ID mit. Fehlt etwas, könnt ihr an der Prüfung nicht teilnehmen.
Fahrzeugcheck
Der Experte hat eigenständig die Funktionstüchtigkeit meiner Maschine getestet. Mir wurden keine technischen Fragen zur Maschine gestellt. Trotzdem würde ich mich auf die vorbereiten.
Manöverparcours
Ich habe das Gefühl, dass jede Kategorie-A-Prüfung in Regensdorf die gleiche Anordnung hat. Der Parcours ist so aufgebaut:
Ich hatte an der beschränkten Prüfung vor 4 Jahren und an der unbeschränkten die gleiche Manöveranordnung:
- Spurgasse 1
- Direkt danach ins 8-Fahren, welches 2x gefahren werden muss
- Von der 8 dann direkt in den versetzten Slalom
- Danach die Vollbremsung, welche auf der Strecke nebendran absolviert wird.
Ich habe den Parcours ohne Abstehen gemeistert. Mein Prüfungskollege ist einmal abgestanden, durfte aber das entsprechende Manöver nochmals wiederholen und durfte dann auch auf die Strasse.
Bei den Manövern in Regensdorf gibt es zu beachten, dass der Platz vor allem für die 8 sehr eng ist. Das Areal ist mit einem Zaun umgeben. Wenn ihr also bei der 8 zu weit ausschert, könnt ihr im Zaun landen. Ich bin bei der ersten beschränkten Prüfung deswegen durchgefallen, weil ich nie auf dem Areal üben war. Der Zaun kann echt irritieren, geht daher unbedingt in Regensdorf beim Strassi auf dem Areal üben.
Das Anfahren am Berg wird immer auf der Prüfungsstrecke absolviert. Meistens im Dorfzentrum am Hang in Buchs.
Prüfungsstrecke
Meine Prüfungsstrecke findet ihr unten:
Im 80er auf dem Weg nach Boppelsen haben wir gewechselt und der Experte kam bei mir auf den Töff. Generell ist die Strecke vereinfacht dargestellt. Wir haben wahnsinnig viel Zeit in den 30er Zonen mit Rechtsvortritten verbracht. Ich musste gefühlt 15 Stück beachten. Falls ihr einen überseht, könnt ihr durchfallen. Geht diese wirklich üben. Vor allem wenn ihr am Berg mit Hindernis auf der Fahrbahn (parkendes Auto) und danach direkt Rechtsvortritt habt, kann man schnell den Überblick verlieren. Schnappt euch also unbedingt einen Sozius und übt diese Szenarien.
Generell gibt es zu sagen: Lernt eure Blicke fürs Abbiegen, wie man korrekt überholt und Hindernissen ausweicht, wie man in den Kreisel fährt und daraus abbiegt. Denkt daran, Gullideckeln und Markierungen auszuweichen, im Tempolimit zu bleiben, Bremsbereitschaft für Rechtsvortritte zu zeigen und die Kurventechnik einzusetzen.
Achtet auf diese Schilder, hier müsst ihr blinken. Die kann man leicht übersehen:
Aftermath
Mein Prüfungskollege und ich haben beide bestanden. Das einzige Manko an meiner Fahrweise war, dass ich zu langsam gefahren bin ![]()
![]()
. Er meinte, bei der unbeschränkten Kategorie A will der Experte auch die PS spüren. Bedeutet, ihr dürft im 80er schon mal schneller beschleunigen. Wenn ihr zu defensiv seid, könnt ihr durchfallen. Nehmt daher unbedingt nochmals eine Fahrstunde, damit ihr den Fahrlehrer fragen könnt, worauf die Experten schauen. Die Fahrschule Koch ist mit den Experten stark verbandelt, die können euch Rede und Antwort geben.
Solltet ihr keinen Termin in Regensdorf bekommen, versucht über einen Fahrlehrer zu buchen. Die haben reservierte Slots und können euch einen Termin besorgen, auch wenn alles ausgebucht ist.
Falls ihr Fragen oder einen Sozius für die Lernfahrten braucht, meldet euch gerne.
Es liebs Grüssli und viel Erfolg!
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Original: RE: Prüfungsbericht Regensdorf Kt. ZH
Ich war so nervös wie noch fast nie in meinem Leben (k.A. warum, Prüfungsangst so kenne ich sonst nicht). Dabei habe ich die Manöver fleissig geübt und fühlte mich sehr sicher, auch das Fahren mit Sozius war kein Problem (mein Freund ist ämel immer wieder aufgestiegen
), die Strassen im Prüfungsgebiet kenne ich auch so +/-. Anyway - ich war um 12.50 Uhr beim Strassenverkehrsamt, "mein" Experte kam auch kurz nach mir aus dem Mittag zurück und hat mich sogleich begrüsst und wir haben uns einander vorgestellt. Ich habe ihm die Papiere/Ausweise überreicht und wir haben uns noch etwas über unsere Lieblings-Töffstrecken unterhalten.
Danach gings los mit dem Parcour: Spurgasse 12m - so langsam wie möglich durchfahren (ohne Zeitvorgabe, Richtzeit laut HP des StVA SG 12s), gerader Slalom, mit 5 Pylonen, jeweils im Abstand von 3.5m (Angabe HP), 1 komplette 8 innerhalb des markierten Rechtecks (8x15m, Angabe HP). Spurgasse lief super, erster Verbremser im Slalom, danach wars vorbei... Die 8 hab ich auch völlig ver
. Dank meiner Nervosität war ich gefühlt kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Der Experte kam zu mir, ich habe mich für das eben gezeigte entschuldigt und er bot mir an, dass ich die Vollbremsung trotzdem noch machen durfte. Ich probierte es - es war mehr ein Probieren und würgen als was anderes... Aus, Ende vorbei, komme ich halt im Frühling nochmals. Der Experte kam zu mir - ich war so durch den Wind und enttäuscht von mir selber und den Tränen nahe - "Gälled Sie, sie sind extrem nervös?" Was ich dann auch bejahte. Ich solle kurz den Helm ausziehen, 2-3x durchschnaufen und wenn ich möchte, könne ich es nochmals probieren. Das Angebot nahm ich natürlich dankend an, aber mehr mit dem Gedanken, für mich einen einigermassen versöhnlichen Abschluss mit dem Parcours zu finden und dann im Frühling nochmals zu kommen.
Gesagt getan, tief durchgeatmet, Helm auf, Handschuhe an, rund ums Gebäude, los geht's - Spurgasse, gefühlt etwas schnell, aber ok. Slalom ging "sidefiin", bei der 8 musste ich einmal etwas zirkeln, hat aber dann am Schluss gepasst. Der Experte hat mich zu sich gewunken, hat gemeint, er hätte gewusst, dass da mehr sei als beim ersten mal, hat den Helm aufgesetzt und gesagt "jetzt gehen wir auf die Strasse". Die übliche Zeichengebung erklärt und dann ab die Post. Das Prüfungsgebiet kenne ich zum Glück relativ gut, beliebt sind die "bergigeren" Strässchen Richtung Ricken/Goldingen mit vielen Nebenstrassen, verstecken Rechtsvortritten und und und. Die ersten paar Minuten war ich etwas angespannt, wurde aber dann immer lockerer und konnte sogar die Fahrt zum Schluss hin noch geniessen.
Zurück in Kaltbrunn ging der Experte kurz ins Büro, ich wartete brav, bis ich mich verabschieden konnte. Dann kam er, mit einem breiten Grinsen im Gesicht, streckte mir die Hand entgegen und gratulierte mir zur bestandenen Prüfung und gab mir den unterschriebenen LFA und den Fahrzeugausweis zurück. Ich verstand kurz nicht, denn ich hatte wirklich damit gerechnet nicht bestanden zu haben. Er hat mir dann seine Entscheidung noch erklärt: Er sagte mir, der Parcours sei das eine. Der sei ja beim zweiten mal viel besser gelaufen. Aber er sei schon so lange Experte, er sehe und merke es, wenn jemand wirklich nervös ist oder es nicht kann. Und wenn er sich nicht sicher gefühlt hätte, wären wir gar nicht mehr erst auf die Strasse. Bei der Fahrt hätte er gemerkt, dass da noch einige "verbesserungswürdige" Punkte seien (die hat er mir nachher auch noch aufgezählt, z.B. Bremse hinten weniger beanspruchen, Hochtouriger fahren, mit allen Fingern bremsen), er sich aber jederzeit sicher und wohl gefühlt habe auf dem Sozius und es eine sehr schöne Ausfahrt gewesen sei.
Nun darf ich "s blaue Täfeli" wieder abmontieren und bin wahnsinnig Happy darüber![]()
Original: Prüfungsbericht Kat. A (mal nöd Albisgüetli ;-) )
Von: @Lisi
Hatte heute Morgen die Praktische Prüfung in Bern und da ich keinen Bericht hier gefunden hatte, dachte ich mir, ich mach eine Kurzzusammenfassung.
Wir waren 2 Prüflinge und der Experte fuhr mit dem Auto. Jeweils ein Prüfling vor und einer hinter dem Begleitfahrzeug.
Start war am morgen um 07h10.
Ich fuhr als erster vorneweg. Vom Prüfzentrum Bern los und Richtung Bolligen. Bei Bolligen dann rechts hoch auf den Hühnerberg, wo ich kurz rechts ran und am Berg anfahren musste. Danach weiter bis Fehrenberg bei Stettlen, wo die Notbremsung kontrolliert wurde. Danach fuhr der andere Prüfling vorne Weg über den Dentenberg Richtung Boll. Auf der Strecke musste er auch kurz anhalten und am Berg anfahren.
Kurz vor Boll wurde auf einem Parkplatz die 8 aufgestellt. Die beiden Pilonen waren knapp 50-80cm auseinander, wobei uns gesagt wurde, wir hätten keine seitliche Begrenzung, sollen aber doch bitte nicht den ganzen Parkplatz brauchen. Fahren mussten wir die 8 dabei gleichzeitig. Nach 3-4x durch wurde die Übung gleich wieder abgebrochen - das funktioniere ja problemlos.
Danach weiter Richtung Muri und von da auf die Autobahn bis Ausfahrt Wankdorf und zurück zum Prüfzentrum. Bestanden haben wir beide.
Das ganze lief sehr angenehm und gut ab. Geforderte Manöver waren lediglich Anfahren am Berg, Notbremsung mit 50kmh und die 8. Spurgasse war kein Thema und Slalom wird in Bern ohnehin nicht geprüft.
Dazu muss man auch sagen, dass wir einen sehr angenehmen Experten hatten, der mehr Wert auf sicheres Fahren, als auf zu viel Schischi legte. Beispiel: der andere Prüfling war bei der Autobahnabfahrt nicht ganz sicher, wo er durch sollte. Ist auf die Ausfahrtsspur, dann zurück auf die Autobahn und dann doch wieder auf die Ausfahrt. Hat dabei aber immer schön Schulterblick gemacht und geblinkt. Der Experte meinte darauf im Nachhinein: die Aktion sei nicht sonderlich toll gewesen - aber so Situationen werde es ja auch später mal geben können. Wichtig sei, dass man dabei immer erst schaue, wo man hinfährt. Der Kollege hätte jedesmal gut nach hinten geschaut und Blinker gesetzt - und das sei ihm wichtiger. Hat ihm das also nicht beanstandet.
Für den anderen Prüfling war das die 2. Prüfung. Beim 1. Mal fiel er durch, weil er bei einem (gesicherten) Bahnübergang nicht links und rechts geschaut hatte beim drüberfahren und im 30er beim Vorbeifahren an parkierten Autos nicht geblinkt hatte - der Experte macht also vieles aus und wir habens da heute echt gut getroffen.
Jetzt freu ich mich erst mal darauf, dass mein Töff wieder aus der Werkstatt kommt und dass ich mir nicht dauernd neue Ls kaufen muss, weil die so gerne wegbrechen..
Original: Prüfungsbericht Bern
Von: Janne
Hallöle
Ich melde mich auch mal wieder...
So, gestern war nun auch ich dran mit der Praktischen Prüfung (A 35kW). Wie auch beim Thema "Prüfungsbericht in Sursee", habe auch ich keine Berichte über die in Olten gefunden. Evtl. hilft es ja dem ein, oder anderen.
Da ich letztes Jahr noch im Kt. Luzern wohnhaft war, absolvierte ich auch dort den Kurs und noch 2 Fahrstunden. Dass es möglicherweise grosse Differenzen der Übungen gibt, daran habe ich nicht gedacht. Theoretisch sollte es ja sowieso schweizweit gleich sein, aber das ist ein anderes Thema…
Prüfungstag:
Ich habe mir den Tag frei genommen, um noch einmal ausgiebig trainieren zu können. Dies löste auch die Anspannung, da ich die Manöver ohne weiteres gut im Griff hatte und somit mit einem sicheren Gefühl zur MFK fuhr. Ich hoffte nur, dass dies an der Prüfung auch so bleibt.
An der MFK angekommen, folgt auch bald mein Mitprüfling. Da beide sehr entspannt waren, diskutierten wir etwas über unsere Motorräder und meine Nervosität war komplett verschwunden.
Der Experte war ruhig aber freundlich. Die Motorräder wurden kontrolliert und schon ging es nach unten auf den Prüfungsplatz. Der Verlauf wurde gut erklärt und wenn man mal eine Frage gestellt hat, wurde es auch beantwortet.
Slalom:
Als erstes war der Slalom an der Reihe. Schon da merkte ich, okay – im Luzernischen haben wir dies anders erklärt bekommen. Da hiess es einfach von A nach B Slalom fahren. In Olten mussten wir in der Mitte beginnen, dann 2 Slalom, eng wenden (in Markierung bleiben), die ganze Länge Slalom, noch einmal eng wenden, Slalom wieder bis zur Mitte. Obwohl ich es nie so gelernt habe, haben sich doch meine Trainings ausbezahlt. Ohne abstehen oder aus der Markierung gefahren.
Währenddessen hat mein Mitprüfling schon mit der 8 begonnen.
8-Fahren:
Ebenfalls Abweichungen zu den sonstigen Prüfungsberichten und dem, was mir im Kurs beigebracht wurde. Mit meinem Partner konnte ich mittlerweile die 8 mit Sozius, ohne weiteres fahren. Bei uns ist aber der Experte bei diesem Manöver nicht aufgestiegen. 2x eine 8 fahren und fertig. In Olten wird die 8 auch nicht um Pylonen gefahren, sondern ebenfalls in einer Markierung. Auch dies war kein Problem, da ich es viel kleiner geübt habe und mit Sozius.
Spurgasse:
Da wurde mir etwas mulmig…Ich habe es schon auch gelernt, dass man mit der Kupplung spielen muss, aber auch mit der Hinterbremse. Bei der Prüfung in Sursee, war dies gemäss meinem Partner auch so. Hier durfte ich aber die Hinterbremse nicht benutzen. Mein Gedanke: „Naa toll…!“ Aber auch da machten sich wohl meine sehr viel gefahrenen Km bezahlbar. Obwohl ich dies nie so geübt habe, war ich gefühlsmässig noch langsamer als sonst. Somit auch dieses Manöver – beendet.
Mein Mitprüfling hatte leider keinen so guten Tag erwischt. Beim Slalom abgestanden + Pylonen umgefahren, Spurgasse zu schnell…Bei der 8 habe ich nicht zugeschaut, weiss nicht ob die gut war oder nicht. Somit war für ihn die Prüfung beendet und der Experte setzte sich bei mir drauf und wir fuhren zur Bornfeldstrasse um noch die Vollbremsung zu testen. Auch dies war kein Problem. Auf 50 beschleunigen, in die Kötze - ABS hat man gehört und gleichzeitig habe ich wieder in den 1. Gang geschaltet und fertig.
Noch einmal kurz zur MFK – ich nehme an wegen dem Mitprüfling – und dann ging die Fahrt los.
Prüfungsroute:
Von der MFK der Sportstrasse entlang bis zur Schützenmatte, dann nach oben zur 20er Zone zum Café Ring. Abzweigung in Richtung Basel. Von der Baslerstrasse abgebogen zur Brückenstrasse und vor der Trimbacherbrücke zur Quaistrasse und auch gleich zur Dellenstrasse abgebogen. Bei der Winznauerstrasse musste ich rechts in Richtung Bowlingcenter abbiegen. Die momentane Lage: Baustelle – auf der Hauptstrasse sind Ampeln, man muss also auf den Ampelverlauf achten! Von da aus, alles der Hauptstrasse entlang bis zum Kreisel bei der Brücke. Dort dann wieder in Richtung Olten und alles geradeaus bis zum Doppelkreisel. Rechts abbiegen, durch den Tunnel und bei der Kreuzung links, wieder in Richtung MFK – Prüfung beendet.
Bevor er mir überhaupt etwas gesagt hat, wurde die Prüfung besprochen.
Einzig das Kuppeln wurde kritisiert, wobei ich auch sagen musste, dass gewisse Punkte die er angesprochen hat, ich noch extra mit dem Fahrlehrer angeschaut und ihn gefragt habe, wie ich es machen soll. Zudem, dass ich beim Hochschalten die Kupplung nicht drücken muss – hörte ich persönlich zum ersten Mal. Ich dachte, dies geht einfach bei gewissen Motorrädern. Aber das ich dies auch so machen soll, war mir ganz neu. Fragezeichen blinkten etwas bei mir auf
, aber ich nehme mir natürlich jedes Feedback zu Herzen.
Ich dachte schon – jaja, jetzt ist wohl vorbei…
Dann doch noch: Prüfung bestanden.
Booaaah……..Dankeschön!!! ![]()
Die Prüfung war ein ewiges auf und ab, aber das Üben im Vorfeld war auf jeden Fall Goldwert!
Mein Fazit:
Manöver lieber immer „schwerer“ üben. Wenn man dies beherrscht, ist alles andere ein Kinderspiel.
Das jeder Kanton seine eigene Art und Weise der Prüfung hat, kann einem echt auf die Nerven gehen :thumbdown:
Bei Wohnwechsel in anderen Kanton, empfiehlt sich also noch Fahrstunden zu nehmen, damit man über die andere Vorgehensweise der Manöver etc. Bescheid weiss. ![]()
Und: Auch wenn es beim ersten Mal nicht klappt –einfach noch einmal anmelden und nochmals versuchen – das war mein Mantra…Einfach nicht unter Druck setzen.
Wünsche allen weiteren "L"-Fahrern ganz viel Erfolg bei der Prüfung!
INFO ZU MFK: Ich hatte vor einigen Jahren auch schon die Roller und Autoprüfung in Olten. Beide Male, habe ich eine Rechnung erhalten der Prüfungskosten. Nun ist es anscheinend seit Montag so, dass man es direkt bezahlen muss. Stand etwas blöd da, hatte nur etwas Bargeld dabei. Die Frau am Schalter war jedoch verständnisvoll und wusste, dass ich nicht darüber informiert worden bin. Bekomme also trotzdem noch eine Rechnung, gehöre aber wohl zu den letzten.
So, und nun erfreue ich mich, dass ich nach meiner Diplomarbeit auch noch diese Prüfung bestanden habe und voraussichtlich endlich mal keine Gedanken an irgendwelche Prüfungen etc. haben muss. :D:D:D Eine Tour zu den Dolomiten und nach Slowenien ist schon in Planung
:thumbup:
Original: Prüfungsbericht Olten & Unterschiede zu Kt. Luzern
Von: LiLa


