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Informationen rund um die Praktische Prüfung

  • SkyBeam
  • 6. Mai 2026 um 21:54
  • 2. Juli 2026 um 08:33
  • 547 mal gelesen
  • Dieser Artikel ist eine Zusammenfassung aller Informationen rund um die Praktische Prüfung. Es sollen keine persönlichen Erfahrungen geteilt werden sondern nur die Fakten zu den Anforderungen und den geforderten Übungen. Generell sind diese je nach Kanton leicht unterschiedlich auszuführen. Die Grund-Übungen sind aber in allen Kantonen die gleichen: - Spurgasse - Slalom (in Varianten gerader- und versetzter- Slalom) - 8 Fahren - Gefahrenbremsung - Anhalten/Losfahren - Anfahren am Berg - Prüfungsfahrt im Verkehr

    Dieser Beitrag soll stetig um kantonale Besonderheiten und angepasste Vorschriften und Anforderungen erweitert werden.

    1 Allgemeines zur praktischen Prüfung

    Beim ASA steht ein Leitfaden (https://asa.ch/wp-content/upl…_7_d/index.html) zur Online-Ansicht bereit der bei der Vorbereitung zur praktischen Prüfung helfen kann. Der Leitfaden ist zwar für Motorrad-Fahrlehrer aber ist natürlich auch für alle Motorradfahrer gültig. Der Leitfaden enthält Regeln zu Spur und Geschwindigkeit, Bremsbereitschaft, Sichtpunktfahren, Spiegelbenutzung und diversen Verkehrssituationen wie mehreren Fahrbahnstreifen, Kreuzungen, Hindernisse und weiteres.

    Ausserdem sind die Richtlinien für die Abnahme von Führerprüfungen (https://asa.ch/wp-content/upl…7_de/index.html) ebenfalls einsehbar. Damit sind die Kriterien anhand deren die Prüfung stattfindet klar definiert. Auch Verhaltensrichtlinien für den Prüfer sind darin festgehalten. Ein Prüfling kann aus dieser Richtlinie 7 also herauslesen aus welchen Komponenten die Prüfung besteht, wie der Ablauf grundsätzlich aussieht, worauf der Prüfungsexperte achtet und auch was zu einem Prüfungsabbruch und einer nicht bestandenen Prüfung führt. Einige Punkte sind etwas schwammig definiert wie der Punkt, dass sich der Verkehrsexperte während der gesamten Prüfung sicher "fühlen" muss oder rücksichtsvolles und umweltschonendes Fahren (Seite 7). Es ist also auch essentiell dem Experten ein gutes Gefühl zu vermitteln. Selbst wenn keine oder nur kleine Fehler gemacht werden führt eine unruhige Fahrweise gerade im Sozius-Betrieb zu einem möglicherweise unguten Gefühl. Gründe für eine nicht bestandene Prüfung sind meistens genügend vorhanden und es obliegt dem Experten hier bei kleineren Fehlern trotzdem die Prüfung bestehen zu lassen oder diese Gründe für ein nicht bestehen der Prüfung in Summe zu werten.

    Nur bei groben Fehlern (siehe Seite 6) die zu einem Prüfungsabbruch führen gibt es keinen Spielraum. Wenn also eine Gefährdung von Verkehrsteilnehmern stattfindet oder gar ein selbst verschuldeter Unfall eintritt oder das Fahrzeug nicht beherrscht wird kann die Prüfung vorzeitig abgebrochen werden. Das heisst aber auch, dass wenn ihr die Prüfung bis zum Schluss fahren könnt lagen keine schwerwiegenden Fehler vor die einen Abbruch rechtfertigen. Falls ihr die Prüfung dann aber trotzdem nicht besteht hat der Experte zwingend einen negativen Entscheid zu begründen. Hört also genau zu warum ihr nicht bestanden habt und arbeitet an diesen Punkten. Die Punkte mögen euch kleinlich erscheinen oder sogar "unfair" aber ein gewisses Mass an Selbstkritik sollte man mitbringen.


    2 Manöverprüfung

    An der Manöverprüfung geht es in erster Linie darum zu prüfen ob der Prüfling die Maschine generell im Griff hat. Auch bei langsamen Geschwindigkeiten. Die Manöverprüfung wird grösstenteils alleine (ohne Sozius) gefahren und verschafft dem Experten einen ersten Eindruck von der Sicherheit des Prüflings.

    In den meisten Kantonen findet die Manöverprüfung zusammen mit der Verkehrsprüfung statt. In wenigen Kantonen (z.B. Basel) wird dafür ein separater Termin gemacht – die Prüfung findet dann an zwei unterschiedlichen Tagen statt.

    In den meisten Fällen werden nicht alle Manöver geprüft und darf auch eines schief gehen. Das liegt im Ermessen des Experten. Die Notbremsung gilt aber meistens als Muss-Kriterium – sitzt die nicht richtig gibt es keinen Spielraum.

    2.1 Kantonsspezifische Übungen

    KantonSpurgasseSlalom (gerade)Slalom (versetzt)8 fahrenNotbremsungAnfahren am BergAnfahren am HangFahren im VerkehrWeitere Infos
    BernJaJaJaJaJaJaJaVor 2017 ohne Sozius. Ab 2017 mit Sozius.
    LuzernJaJaJaJaJaJa (Teil Strassenprüfung)Ja (Teil Strassenprüfung)

    Ja

    Ab 2026 ohne Sozius.

    Fahren im Verkehr ohne Sozius. Bis 2026 8 Fahren mit Sozius. Ausserdem muss ein 5m langer und 30cm breiter und 2-3cm hoher Gegenstand überfahren werden und eine Kurve mit engem Radius (3.5m Radius., 1.2m Breite). Prüfungsbedingungen hier.
    SolothurnJaJaNeinJaJaJa (Teil Strassenprüfung)NeinJa
    BaselJaJaJaJaJaJaJaJahttp://www.baselland.ch/manoeverpruefung.321353.0.html
    ZürichJaJaJaJaJa?NeinJahttps://stva.zh.ch/.../TMB203MAPL201904.pdf
    WallisJaJaJaJaJaJa (Teil Strassenprüfung)?JaBefahren einer 3m Metallfläche; Fahrgasse mit Links-/Rechtskurve
    AargauJaNeinNeinJa (ggf. ohne Pylonen)Ja??Ja
    SchwyzJaJaJaJa (ohne Pylonen)JaJaNeinJaA-förmige Rampe; ohne Bremse hochfahren, demonstriert Kupplungsbeherrschung
    GlarusJaJaNeinJaJa??Ja
    SchaffhausenJa??JaJa??Ja (ohne Sozius)

    3 Allgemeine Hinweise

    Der Experte wird nicht versuchen den Prüfling zu verunsichern oder zu sabotieren. Der Experte verhält sich unauffällig und ist in den meisten Fällen kaum zu spüren.

    In Basel wird auch die Bremsung bei ausgeschaltetem Motor geprüft. Dabei bleibt das ABS aktiv da nur der Motor per Killswitch ausgeschaltet wird und die Zündung aktiv bleibt. Sollte das Prüfungsmotorrad ohne ABS verfügen ist es zu empfehlen diesen Umstand dem Experten vor der Prüfung mitzuteilen.


    4 Spurgasse

    Bei der Spurgasse geht es darum das Motorrad möglichst langsam zu bewegen. In den meisten Kantonen: 10m Länge, 1m Breite, mindestens 15 Sekunden. Als Fehler gilt das Aufsetzen des Fusses auf dem Boden.

    Ziele der Übung:

    • Sichere Bedienung von Gas/Kupplung/Bremse
    • Strecke in langsamer, gleichmässiger Fahrt durchfahren
    • Spurabweichungen vermeiden
    • Durchfahrzeit einhalten
    • Kein Fahrtunterbruch
    • Kein Dauerbremsen

    4.1 Kantonsspezifische Spurgassen

    KantonLänge [m]Breite [m]Mindestzeit [s]
    Standard10115
    Schaffhausen15122
    Basel15115
    Schwyz15122.5

    4.2 Tipps zur Spurgasse

    Spurgasse kann man an jeder Ampel üben – einfach auf den letzten Metern so langsam wie möglich fahren bevor man anhält.

    Die Spurgasse kann am einfachsten im ersten Gang mit gezogener Kupplung gefahren werden. Kupplung leicht bis zum Schleifpunkt kommen lassen reicht für den nötigen Vortrieb. Beginnt das Motorrad zu kippen Kupplung kommen lassen um Fahrt aufzunehmen – dabei immer sanft am Schleifpunkt bleiben.

    ACHTUNG: FINGER WEG vom vorderen Bremshebel! Ein leichter Druck kann zu abruptem Stoppen und meist zum Umkippen führen.

    Der Blick sollte bei der gesamten Spurgasse an einen Fixpunkt am Horizont gehen – nicht auf die Strasse direkt vor dem Motorrad.

    Es ist essentiell wichtig locker auf dem Motorrad zu sitzen und unverkrampft mit der Hüfte arbeiten zu können. Wer Mühe hat: erst etwas schneller fahren und dann schrittweise langsamer. Den "Hampelmann" üben – Motorrad hin und her wedeln, im Stehen fahren, Hintern schwenken.


    5 Slalom (gerade)

    Pylonen stehen in einem Abstand von rund 3m (Kategorie A), 2.5m (A1/Roller) oder 3.5m (schwer manövrierbar). Selbst für schwere Chopper wird meist kein erweiterter Pylonenabstand gewährt.

    Es wird geprüft ob der Prüfling die Pylonen sauber in moderatem Tempo umfahren kann ohne sie umzuwerfen. Auch auf die Fussrasten achten – Pylonen werden häufig mit Fussrasten umgeworfen.

    Beim Slalom NICHT die Pylonen direkt ansehen sondern Fixpunkt am Horizont suchen.

    Ziele der Übung:

    • Kein Berühren oder Auslassen der Pylonen
    • Kein Fahrtunterbruch
    • Sicheres Bogenfahren
    • Sicheres Manövrieren am Lenkanschlag (kantonsspezifisch)
    • Flüssiges Bogenfahren (kantonsspezifisch)

    5.1 Kantonsspezifischer Slalom

    KantonAbstand Standard [m]Abstand schwer manövrierbar [m]Abstand A1/Roller [m]GeschwindigkeitHinweise
    Luzern3.5-2.5langsamFahren am Lenkanschlag
    Zürich–3––https://stva.zh.ch/.../TMB203MAPL201904.pdf
    Solothurn444–
    Basel777zügigAnfahrt aus Gefällstrecke, danach parkieren

    5.2 Tipps zum Slalom

    Schrittweise bis auf 2.5-3m Pylonenabstand herunter gehen. Gute Übung: Bei ca. 10km/h geradeaus fahren und Lenker schnell links/rechts bewegen um den Lenkanschlag kennenzulernen.

    Slalom mit gezogener Kupplung und leichtem Zug fahren. Ggf. Hinterradbremse einsetzen zur Stabilisierung.

    WICHTIG: Finger weg von der Vorderradbremse! Im Slalom und generell beim Manövrieren wird immer nur hinten gebremst!

    Beim Slalom immer genügend ausholen, ansonsten droht das Umwerfen der Pylonen mit den Fussrasten. Wenn das Motorrad kippt: Kupplung kommen lassen, dann stellt sich das Motorrad auf.


    6 Versetzter Slalom

    Pylonen in rund 5m Abstand mit ca. 2.5m Versatz. Fehler: Fuss auf dem Boden oder umgeworfene Pylonen.

    Ziele der Übung:

    • Kein Berühren oder Auslassen der Pylonen
    • Kein Fahrtunterbruch
    • Sicheres Bogenfahren
    • Sicheres Manövrieren am Lenkanschlag (kantonsspezifisch)
    • Flüssiges Bogenfahren (kantonsspezifisch)

    6.1 Kantonsspezifischer versetzter Slalom

    KantonAbstand [m]Versatz [m]GeschwindigkeitBemerkungen
    Standard52.5–
    Zürich4.51.8–https://stva.zh.ch/.../TMB203MAPL201904.pdf
    Schaffhausen4.52–
    Basel74zügigDurchfahrt zwischen 2 Pylonen; erstes/letztes Paar nur 3m versetzt
    Luzern41-

    6.2 Tipps zum versetzten Slalom

    Schon beim Einfahren eine enge Kurve fahren und die nächste Pylone möglichst weit auf der äusseren Seite anfahren. Ansonsten muss hinter der Pylone eine sehr enge Spitzkehre gemacht werden.


    7 8 Fahren

    Die 8 gilt als eine der schwierigsten Aufgaben. 2 Pylonen in einer 8-Bewegung umfahren, Kurvenradien möglichst eng am Lenkanschlag. Pylonenabstand meist 5-6m. In Luzern wird die 8 mit Sozius gefahren.

    Ziele der Übung:

    • Sichere Bedienung von Gas/Kupplung/Bremse
    • Sicheres Fahren enger Kurvenradien bei langsamer Geschwindigkeit
    • Runde und gleichmässige Kreisfahrt
    • Kein Fahrtunterbruch

    7.1 Kantonsspezifische 8

    KantonPylonenabstand [m]Mit SoziusGeschwindigkeitBesonderheiten
    Standard6Neinlangsam, nahe Lenkanschlag
    Luzern6Nein (ab 2026)langsam, nahe Lenkanschlag2 Pylonen mit 6m Distanz, 2 Mittelpylonen mit 1.2m Distanz
    Schaffhausen6Neinlangsam, nahe LenkanschlagSchulterblick erwartet
    Basel–NeinzügigKreise fahren wird auch geprüft; nur Kreuzungspunkt markiert, ca. 4m vom Bordstein
    Zürich6Neinso eng wie möglich
    Aargau6Neinso eng/langsam wie möglich, am Lenkanschlag
    Schwyz–Neinlangsam, nahe LenkanschlagKeine Pylonen, nur Schnittpunkt markiert

    7.2 Tipps zur 8

    Blicktechnik ist die halbe Miete! Immer die Pylone im Zentrum des Wendekreises im Blick behalten – Kopf deutlich zur Innenseite drehen. Auf dem Kreuzungspunkt Kopf langsam auf die andere Seite drehen.

    Häufiger Fehler: Zu früh einlenken. Beim Überfahren des Kreuzungspunktes lange genug geradeaus rollen bis das Motorrad weit genug aussen ist. Wer in einem eingezeichneten Rechteck fährt: immer bis zur äusseren Markierungslinie fahren bevor eingelenkt wird.

    Einstiegsübung: Eine einzelne Pylone aufstellen und Kreise fahren – erst gross, dann immer enger bis zum Lenkanschlag.


    8 Gefahrenbremsung

    Der Prüfling fährt mit 50km/h und leitet bei der Markierung eine Vollbremsung mit maximaler Verzögerung ein.

    Ziele der Übung:

    • Bremsbeginn bei Markierung einhalten
    • Maximale Verzögerung / kurzer Bremsweg
    • Geschwindigkeitsvorgabe einhalten (+/- 5km/h)
    • Sicher zum Stillstand kommen
    • Fuss erst beim Stillstand zum Boden, abstehen mit linkem Fuss

    Es ist nicht nötig einen Stoppie zu provozieren – die Experten wollen eine saubere Bremsung ohne zögerliches Bremsen sehen.

    ABS-Bremsung:

    • Vollen Druck auf die Hinterradbremse ausüben
    • Vollen Druck auf die Vorderradbremse ausüben
    • Blickrichtung geradeaus zum Horizont (NICHT auf die Strasse vor dem Motorrad)
    • Abbremsen bis zum Stillstand, dann linkes Bein abstehen

    Hat das Motorrad keine Anti-Stoppie-Kontrolle muss ggf. die Vorderradbremse leicht gelöst werden um ein Überschlagen zu verhindern! ABS verhindert das Blockieren der Räder aber nicht einen Überschlag!

    Nicht-ABS-Bremsung:

    • Vollen Druck auf die Hinterradbremse (Hinterrad darf blockieren)
    • Progressiv aufbauenden Druck auf die Vorderradbremse – Vorderrad darf NICHT blockieren
    • Hebt sich das Hinterrad: Vorderradbremsdruck reduzieren
    • Abbremsen bis zum Stillstand, dann linkes Bein abstehen

    Wichtig: Während der gesamten Bremsung bleibt die Hinterradbremse maximal gedrückt. Den Fuss nicht zu früh von der Fussraste nehmen – immer warten bis das Motorrad steht.

    Progressiv üben: Zuerst mit 20km/h, dann 30km/h usw.

    Bremsweg = (Geschwindigkeit in km/h / 10)² / 2

    • 50km/h: 12.5m
    • 80km/h: 32m

    Anhalteweg = (Geschwindigkeit / 10) × 3 + (Geschwindigkeit / 10)² Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Bremsweg

    Empfehlung: Bremsung mit ca. 55-60km/h Tachogeschwindigkeit üben da manche Kantone Radar-Messung einsetzen.


    9 Anhalten / Losfahren

    Wichtig beim Losfahren – Reihenfolge:

    • Blick in den linken Rückspiegel
    • Schulterblick
    • Blinker setzen
    • Losfahren (ca. 3m am Strassenrand entlang)
    • Seitenblick/Kontrollblick
    • In die Spurmitte fahren
    • Blinker ausschalten
    • Nachkontrolle

    10 Anfahren am Berg

    In Luzern gehört diese Übung zum Fahren auf der Strasse – der Experte bittet irgendwann rechts anzuhalten und wieder loszufahren, meist an einer Steigung.

    Kantonsspezifisch Basel: Wegfahren vom Parkplatz in eine Steigung, Bremsung am Hang. Beim Wegfahren nach rechts/links nicht auf die Gegenfahrbahn geraten. Der Motor kann per Kill-Switch ausgeschaltet werden – die Zündung und das ABS bleiben dabei aktiv. In Basel darf die Manöverprüfung explizit mit aktivem ABS absolviert werden.

    Tipps zum Anhalten/Anfahren am Berg:

    Anhalten: Schulterblick, Blinker, rechts ranfahren. Erst mit beiden Bremsen verlangsamen, auf den letzten Metern nur noch Hinterradbremse. Sobald das Motorrad steht fest auf der Fussbremse stehen – dann rutscht das Motorrad nicht nach hinten.

    Losfahren: Fuss auf der Bremse halten, erster Gang, genügend Gas, Kupplung bis zum Schleifpunkt kommen lassen, dann langsam von der Bremse gehen. Man hört wie die Drehzahl runter geht und spürt die Spannung an der Kette. Rollt das Motorrad rückwärts: sofort wieder auf die Bremse und Kupplung weiter kommen lassen.

    Neulinge getrauen sich oft zu wenig die Kupplung mit etwas Gas kommen zu lassen. Im schlimmsten Fall würgt man den Motor ab – das Motorrad macht keinen Satz nach vorne da die Massenträgheit das verhindert.

    Losfahren im Gefälle: Erst Vorderradbremse lösen, Hinterradbremse gedrückt halten, durch sanftes Einkuppeln den Schleifpunkt suchen und dann Bremse lösen.


    11 Fahren im Verkehr

    Der Teil der Prüfung im Verkehr wird allgemein als der leichteste Teil angesehen. Konzentrieren auf:

    • Geschwindigkeitsgestaltung
    • Blicktechnik
    • Rechtsvortritt
    • Bremsbereitschaft
    • Einspuren

    Das Fahren mit Sozius ist nach ein paar Metern kaum schwieriger als ohne. Feinfühlig mit Kupplung, Gas und insbesondere der Bremse umgehen – vorausschauend fahren und sanft anhalten statt heftig bremsen.

    Achtung: Manche Experten tragen einen Handspiegel mit sich und sehen auch wenn der Prüfling die Kurve schneidet oder einen Rollstopp macht.

    Bei Prüflingen mit bestehender Kategorie B werden gerne Überlandstrecken gefahren. Bei Ersttätern (Kategorie A als erste Prüfung) wird auch gerne in die Stadt gefahren um Stadtverkehr und Verkehrsschilder zu prüfen.

    11.1 Kantonsspezifisches Fahren im Verkehr

    KantonFahren mit SoziusKommentare
    StandardJa (ausser A1/11kW)
    WallisNein2 Experten fahren im Auto hinterher
    Bern–2 Prüflinge, ca. 30 Min. abwechselnd vor/hinter dem Auto des Experten. Anweisungen via Funk. Fahren nach Beschilderung.
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Inhaltsverzeichnis

  • 1 Allgemeines zur praktischen Prüfung
  • 2 Manöverprüfung
    • 2.1 Kantonsspezifische Übungen
  • 3 Allgemeine Hinweise
  • 4 Spurgasse
    • 4.1 Kantonsspezifische Spurgassen
    • 4.2 Tipps zur Spurgasse
  • 5 Slalom (gerade)
    • 5.1 Kantonsspezifischer Slalom
    • 5.2 Tipps zum Slalom
  • 6 Versetzter Slalom
    • 6.1 Kantonsspezifischer versetzter Slalom
    • 6.2 Tipps zum versetzten Slalom
  • 7 8 Fahren
    • 7.1 Kantonsspezifische 8
    • 7.2 Tipps zur 8
  • 8 Gefahrenbremsung
  • 9 Anhalten / Losfahren
  • 10 Anfahren am Berg
  • 11 Fahren im Verkehr
    • 11.1 Kantonsspezifisches Fahren im Verkehr
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