Praktische Prüfung mit schwerem Gerät: Erfahrungen?

  • Hallo allerseits, ich freue mich sehr, nun auch Teil dieses Forums zu sein und von euren Erfahrungen zu lernen.

    Kurz zu mir: Ich fahre seit >15 Jahren Auto, seit 2 Jahren bin ich mit meiner Vespa Primavera 125 (A1) im Zürcher Stadtverkehr unterwegs und seit einigen Wochen besitze ich eine Harley Davidson Softail Slim ABS (gedrosselt, A beschränkt). Mein Prüfungstermin ist Ende August im Albisgüetli.

    Nun zur Situation/Frage:

    Mit dieser HD fahre ich aktuell jeden Abend ca. 50km und trainiere auf Parkplätzen die verschiedenen Manöver. Gestern hat es nun zum ersten Mal mit dem geraden Slalom geklappt. Da habe ich mich auch über verschiedene Tipps vom Forum gefreut, die mir dabei sehr helfen. Klar ist, dass ich auch noch Fahrstunden nehmen werde und auf dem Manöverplatz im Albisgüetli üben muss (dazu bin ich noch nicht gekommen).

    Dennoch wollte ich mich bei euch erkundigen, ob es für solch schwere Geräte exakt dieselben Manöver-Bedingungen sind wie für leichtere Motorräder? Meine HD hat ein Leergewicht von 393kg und zudem vorne einen Sturzbügel, der das Motorrad halt verbreitert. Pylonen erwische ich damit schneller... Klar, diesen Sturzbügel könnte ich temporär abmontieren.
    Von verschiedenen Seiten - auch von anderen Lernfahrern - wurde mir gesagt, dass sich die meisten in meinem Fall wohl ein leichteres Motorrad (z.B. grosse Vespa) mieten würden für die Prüfung. Das mag zwar einfacher sein, dennoch geht es mir aber darum, mein Motorrad zu beherrschen. Ich will dem Prüfer und mir selber ja zeigen, dass ich mit meinem Alltagsgerät vertraut bin. Das dient im Endeffekt ja allen der Sicherheit.

    Wisst ihr, ob die Prüfungsbedingungen in so einem Fall dieselben sind? Sind die Prüfer kulanter? Die Pylonen ggf. weiter auseinander? Ich kann ja damit kaum dieselben Radien fahren wie mit bspw. mit einer Honda CB300...

    Danke für eure Einschätzungen/Erfahrungen und LG
    Jackie

  • Hi Jackie, willkommen im Forum! :welcome:

    Meines Wissens sind die Prüfungsbedingungen durchaus die selben und die Pylonen stehen immer gleich, aber ich habe ein paar Freunde, die nicht mit ihrer Harley an die Prüfung sind, sondern hierfür z.B. einen Roller o.ä. gemietet haben. Mein Daddy hat seine Prüfung allerdings mit seiner Harley gemacht und auch ein Freund von mir hat die Manöver damit bestens im Griff.

    So oder so wünsche ich Dir gutes Gelingen und stehe für allfällige Fragen gerne zur Verfügung. Ich habe die Prüfung letzte Woche beim Albisgütli abgelegt und gehe auch gerne mal mit Dir auf den Manöverplatz, wenn Du willst. Ansonsten kann ich Fahrstunden, Manöverkurse und Prüfungsvorbereitungskurse bei der Fahrschule Mannhard nur empfehlen.

    LG, Foxy

  • Es gelten für alle die gleichen Bedingungen. Ob ein Experte toleranter ist, ist individuell wohl verschieden. Allerdings gibts keine Liste, wer besonders tolerant ist, und den Experten wählen kannst du ohnehin nicht.

    Allerdings erschließt sich mir deine Äusserung nicht, dass du zeigen willst, dass du dein Motorrad beherrscht und gleichzeitig einen Experten wünscht, der da und dort allenfalls ein Auge zugedrückt, was ja nicht anderes heisst, als dass du eventuell dein Motorrad nicht beherrscht und dann auf den Beweis pfeifst.

    Kirjoitan tänne vain suomalaisille sukulaisilleni ja ystävilleni.

  • Die Pylonenabstände sind für alle gleich.
    Ein vernünftiger Prüfer weiss natürlich, dass es mit ner HD etwas schwieriger ist und ist allenfalls etwas gnädiger. Wenn du natürlich die ersten zwei Pylonen gleich umnietest, kann er wohl nicht viel machen. Ich musste mit meinem Supersportler auch etwas würgen und bin zwischen zwei Manövern, die ich hätte nahtlos verbinden sollen, kurz abgestanden und es hat trotzdem gereicht.

    Ich würde aber trotzdem nur antreten, wenn ich das Zeug wirklich im Griff habe und nicht bloss in 1 von 5 Versuchen. Auf Goodwill vom Experten würd ich mich nicht verlassen wollen.

    Notfalls halt wirklich ne einfachere Maschine mieten, ist in deinem Fall sicher legitim. Es ist weder gefährlich, noch behindernd im echten Verkehr, wenn du die Manöver nicht perfekt kannst. Einigermassen vernünftig eng wenden reicht doch völlig, und die echte Strasse ist NICHT Lava ;-).

    Einer ist immer schneller - zum Beispiel ich :winking_face:
    Quod gratis asseritur, gratis negatur

  • Hallo Herzlich Willkommen bei uns

    Ich hatte gestern auch meine Prüfung im Albisgüetli, ich würde mich auch anbieten mit dir zu üben im Albisgüetli was ich der sehr ans herz lege regelmässig 1 stunde dorthin gehen und alles abfahren. Wie Foxy geschrieben hat die Manövertrainings von der FM Mannhard sind spitze

  • Notfalls halt wirklich ne einfachere Maschine mieten, ist in deinem Fall sicher legitim. Es ist weder gefährlich, noch behindernd im echten Verkehr, wenn du die Manöver nicht perfekt kannst. Einigermassen vernünftig eng wenden reicht doch völlig, und die echte Strasse ist NICHT Lava ;-).

    Mit ner Sportster sollte es einfacher sein und ist auch eine HD.

    Kirjoitan tänne vain suomalaisille sukulaisilleni ja ystävilleni.

  • Korrekt. Aber warum ne Sportster mieten, wenn es noch viel einfachere Maschinen gibt...

    Für so eine absolut zweckgebundene Ausnahme würde ich schon mit nem wennschon dennschon Mindset an den Start gehen.

    Einer ist immer schneller - zum Beispiel ich :winking_face:
    Quod gratis asseritur, gratis negatur

  • Mache Dir doch das Leben nicht unnötig schwer. Miete Dir eine 250er Vespa und gehe damit an die Prüfung. Erfahrung hast Du ja mit der 125er schon gesammelt.

    "Ich glaube mich dunkel zu erinnern, dass ich schon mal irgendwo, irgendwas gesehen habe, was mich annehmen lässt das die Nummer hier in die Hose geht"

    Zitat treedz: Ja, du hast recht. :face_with_tears_of_joy:

  • Je öfter ich solche Dinge lese über die Prüfung in der Schweiz, desto froher bin ich, mir meinen grossen A Schein durch geschicktes zeitmanagement erschlichen zu haben. :cs6:

    Wenn du einen Pikachu-Helmüberzug hast, werde ich dir nicht zurückwinken. :clown_face:

  • Von verschiedenen Seiten - auch von anderen Lernfahrern - wurde mir gesagt, dass sich die meisten in meinem Fall wohl ein leichteres Motorrad (z.B. grosse Vespa) mieten würden für die Prüfung. Das mag zwar einfacher sein, dennoch geht es mir aber darum, mein Motorrad zu beherrschen. Ich will dem Prüfer und mir selber ja zeigen, dass ich mit meinem Alltagsgerät vertraut bin. Das dient im Endeffekt ja allen der Sicherheit.

    Hi Jackie

    Entscheide dich!
    Entweder mit deiner Maschine um auch stolz sagen zu können, ich habe es mit meienr geschafft.
    Oder mit einer anderen Maschine, wie es zulässig ist.
    Deine Entscheidung, Du biegst ja nicht mal das Gesetz, geschweige den von brechen. Es bricht höchstens dein Ego. :face_with_tears_of_joy:

    Viel Glück beim Manövern!

    In einer Ménage à trois:

    Moto Guzzi Stelvio 1200 8V NTX & California II, BMW F650GS

    Getrennt:

    TS 50 ER RD 125 (2 Zyl.) RD 125 LC RD 250 YPVS

    VF 750 C, AN 125, AN 400 Burgmann

    Guzzi on tour