Reifenwechsel, Constand, Rabaconda oder?

  • Frage an die Schrauber im Forum:
    Wie handhabt ihr das mit dem Reifenwechsel?

    Ich schaue mich aktuell etwas um, welches Werkzeug man braucht, um einen Reifenwechsel sauber und halbwegs zügig selbst hinzubekommen. Es wäre schon praktisch, das Ganze eigenständig erledigen zu können – dann, wenn man gerade Zeit und Lust hat. Ausserdem ist das auch eine coole Fähigkeit, die man sich aneignen kann. Vielleicht hilft man dann sogar mal schnell einem Kollegen aus.

    Bei meiner Recherche bin ich zuerst auf den Rabaconda Street gestossen. Preislich liegt das Teil bei etwa 500 CHF, eventuell etwas mehr, wenn man Zoll & Co. mit einrechnet. Macht aber einen richtig guten Eindruck: schnell aufgebaut, kompakt und leicht zu verstauen.

    Dann wäre da noch die günstigere Variante von Motea – der ConStands MD4 im Bundle mit Wuchtbock, aktuell mit "40 % Rabatt" für ca. 260 CHF (ich rechne mal mit 300 CHF inklusive Zoll). Sieht stark nach einem China-Produkt aus, ist grösser und etwas klobiger, aber eben auch deutlich billiger.

    Habe mich auch schon auf Ricardo und Tutti umgesehen, aber da gibt’s meist nur riesige Pneumatik- oder Hydraulikgeräte, die eher was für Werkstätten sind.

    Meine Frage an euch:
    Hat jemand von euch schon Erfahrungen mit einem dieser Geräte gemacht? Taugen sie was? Oder habt ihr vielleicht noch andere Empfehlungen?

    FRNX015 > Franxx 015
    Z000 > Ziemlich - 0 Vorbereitung, 0 Plan, 0 Budget (Verkauft)
    SG-x06 Sleipnir > Symphogear

  • Ich finde so ein Montiergerät sehr praktisch und für den Heim Gebrauch auch eine günstigere und platzsparende Variante zu einer richtigen Reifenmontiermaschine.

    Ich nutze das hier http://www.hama-racing.de/14.html

    Ein Nachteil dieser kleinen Geräte, du musst sie eigentlich auf dem Boden oder auf einer Werkbank fixieren können, man braucht schon etwas kraft wenn man den Reifen runter zieht, eventuell ist das das von Rabaconda angenehmer. Ich kann meines an der Schwelle der Garage "fixieren".

    Ein weiterer Nachteil, es ist halt ein am Boden Gerät 😁.


    Sonst erfüllt es voll und ganz seinen Zweck, allerdings nutze ich es für die Enduroreifen nur bedingt, dort mache ich es wie draussen im Feld einfach mit 3 Montiereisen, dies ist auch besser für die einzelnen Speichen 😏, zumindest die der Honda. Da hat die Montiermaschine den Vorteil, dass sie die Felge einspannt, im Gegensatz zum Gerät, was das Rad mit einem Bolzen durch die Speichen fixiert.


    Einen normalen Strassenpneu hast mit dem Teil in wenigen Minuten demontiert und wieder montiert.

    "Beim Beschleunigen müssen die Tränen der

    Ergriffenheit waagerecht zum Ohr hin abfließen"

    (Zitat: Walter Röhrl)

  • Ich bin auch mit dem Hama unterwegs und voll zufrieden. Das Rabaconda scheint etwas kraftschonender zu sein, dafür sperriger. Letztdendlich muss man einfach die Tricks kennen, damit es kein Krampf ist. Beim Hama am Boden bist zwar immer gebückt, dafür hilft dir die Schwerkraft und dein Körpergewicht. Ich bin manchmal fast etwas zu leicht 😅

    Einer ist immer schneller - zum Beispiel ich :winking_face:
    Quod gratis asseritur, gratis negatur

  • Ich habe mir letztes Jahr das Teil von Motea inklusive Wuchtbock zugelegt und bisher 3 Reifen gewechselt. Alleine ist es fast nicht zu bewerkstelligen, da ein ziemlich hoher Kraftaufwand erforderlich ist, und das Teil in Position gehalten werden muss. Qualität für diesen Preis ist in Ordnung, Das Gewinde der zentralen Achse schmiere ich jeweils, weil es beim ersten mal rausschrauben harzte.

    Zusätzlich benötigst Du einen gut sortierten Werkzeugsatz, Montiereisen, Ventilschlüssel, Wuchtgewichte und Schmierpaste. Nicht zu vergessen Montageständer (hinten und vorne).

    Momentan ziemlich ein Schnapper

    Wie Boo erwähnt ein paar Tricks sind sehr hilfreich (neuen Reifen in die Sonne legen, damit er warm und somit weicher wird, Alternativ geht es auch mit Reifenwärmer falls verfügbar:winking_face:)

  • Hab auch ein Teil ähnlich wie Hama und für Strassenreifen gut geeignet. Für die Enduro Reifen habe ich es noch nie probiert, weil die Yamaha noch Garantie hat.

    Motorradfahrer müssen einen besonders grossen Dachschaden haben sich bei schönstem Wetter in hautenge Lederklamotten zu zwängen. :lol:

  • Bekommt man die Reifen mit einem kleinen portablen Kompressor dann immer aufgepumpt? Die haben ja einen eher geringen Durchsatz was die Luftmenge angeht.

    Bei MTB Reifen hatte ich hin und wieder das Problem, dass der dann nicht auf die Felge gesprungen ist, weil im spalt zwischen Felge und Reifen zu viel lift entweicht ist. Ging dann immer nur mit einem richtigen Kompressor.

  • Bekommt man die Reifen mit einem kleinen portablen Kompressor dann immer aufgepumpt? Die haben ja einen eher geringen Durchsatz was die Luftmenge angeht.

    Bei MTB Reifen hatte ich hin und wieder das Problem, dass der dann nicht auf die Felge gesprungen ist, weil im spalt zwischen Felge und Reifen zu viel lift entweicht ist. Ging dann immer nur mit einem richtigen Kompressor.

    Mit einem kleinen Kompressor von z.B die Bosch Easy-Pump kommt man nicht weit, ein Flacher reifen aufpumpen weil man ein Nagel überfahren hat geht noch, aber dann ist der Akku leer (von ziemlich 0 auf 2.6 Bar bei einem 160 Reifen)

    Aber den Wulst überwinden, nein, definitiv nicht.

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  • Mit einem kleinen portablen Kompressor kannst du einen Reifen komplett aufpumpen. Sollte zu Beginn aber ein völlig druckloser Reifen das Aufpumpen verhindern, jagst ihm zuerst eine Gaskartusche rein.

    Ich rock den Denzel, ich stepp den Schotter - und schon lieg ich im Dreck.