Vorweg; 2014 bis 2017 war ich bereits Besitzer einer R1200GS, mein Bike vor dem Wechsel war eine 2023er 1100 ATAS.
Meine ersten Eindrücke, kurz zusammen gefasst:
Es ist die GS auf die ich lange gewartet habe; Boxer ohne den ganzen "Schnickschnack", die Probleme und Plastik den die R1300 aktuell zu bieten hat. Der altbewährte Luft/ÖL gekühlte 1170er Motor mit 109PS, und dem "rustikalen" Gefühl. Die Ventile klappern, die Gänge mit dem Boxer typischen "klonk" beim manuellen Schalten, der gewohnt tiefe Schwerpunkt auf Grund dessen sich die 230kg eher wie 180 anfühlen.
Sie fühlt sich an wie ein naked bike mit dem du auch mal quer über ein Feld brettern kannst, wenn dir danach ist. Die ersten Schotterpassagen hab ich absolviert, das auf der Strasse straff wirkende Fahrwerk schluckt auch Bodenwellen und Schlaglöcher gut.
Der BMW Navigator der unterdessen mit Simkarte bestückt werden kann, also nicht nur offline Karten sondern auch das Planen zuhause am PC ermöglicht ohne dass er eingestöpselt werden muss, dir alle Informationen zum Bike wie Ölstand, Reifendruck und anderes anzeigen kann (Auch online abrufbar), gleichzeitig die Ortung deines Bikes ermöglicht, gefahrene Routen aufzeichnet, rundet die ganze Sache ab (für mich als jemand der solche Dinge mag; Top, eine all-in-one Lösung).
Was ich vermisse sind die 24 Liter Tankinhalt der Africa twin, bei meiner aktuellen Fahrweise (bin sie am einfahren) brauche ich 4.8 Liter, komme mit dem 15.5 Liter tank also ungefähr 300km weit. "Naked bike typisch" fehlt der Wind- und Wetterschutz, beides für mich jetzt aber kein "Totschlag" Kriterium, wer nicht in die Wüste oder Antarktis fährt wird damit keine Probleme haben.
Würde ich sie wieder kaufen? Ja! Ist der Preis (BMW Typisch....) gerechtfertigt? Darüber lässt sich streiten. Ich muss hier aber auch sagen dass meine Africa Twin Adventure Sports (mit +/- den selben Spielereien) sich in dem selben Preissegment bewegt hat, sich aber bei weitem nicht "so gut" angefühlt hat auf der Strasse, wo ich 90% meiner Zeit verbringe.