Motorschutz, Kühlerschutz und andere Verhütungsmittel

Das Töff-Forum Team wünscht euch allen ein frohes Fest, und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Auf viele weitere gemeinsame, unfallfreie Kilometer im 2026!
  • Hiii lieber TF-Schwarm

    Nach meiner heutigen Diskussion mit den R1-Spezialisten Bidu und Enton1996, bei der ich viel gelernt habe, würden mich weitere Argumente und/oder Erfahrungen, die für oder gegen die Installation eines Motor- (GB Racing) und/oder Kühlerschutzes bei einer Yamaha YZF-R1 RN65 (2024) sprechen, interessieren. Was meint Ihr dazu?

    Vielleicht wollt Ihr einen freien Empfehlungs- oder Erfahrungsbericht schreiben oder Eure Argumente einfach hier eintragen und die jeweils obstehende Liste kopieren:


    1. Motorschutz

    + Schutz bei Stürzen (verhindert/reduziert Schäden an Motorkomponenten / kann Auslaufen von Öl verhindern, z. B. bei Riss im Motordeckel)

    + Erhalt der Optik (verhindert Kratzer und Abrieb an Motorverkleidungen etc.)

    + Kosteneinsparung bei Reparaturen

    + Wertsteigerung / Werterhalt (eine unfallfreie, gepflegte Maschine lässt sich besser verkaufen; Schutzmassnahmen zeigen Sorgfalt des Besitzers)

    - Gefahr der Überhitzung steigt


    2. Kühlerschutz

    + Schutz vor Steinschlägen

    + Verhindert Verformung der Lamellen

    + Kosteneinsparung bei Reparaturen

    + Geringer Wartungsaufwand (leichter zu reinigen als der Kühler selbst)

    + Wertsteigerung / Werterhalt (eine unfallfreie, gepflegte Maschine lässt sich besser verkaufen; Schutzmassnahmen zeigen Sorgfalt des Besitzers)

    - Gefahr der Überhitzung steigt


    Vielen Dank und Feuer frei :boewu28:

    Foxy mit Bunny und Bikey (und bald auch Speedy) smilie_girl_179

    2 Mal editiert, zuletzt von Foxy (11. August 2025 um 17:42)

  • R1-Spezialisten

    Danke der Ehren, bin aber nur Nutzer einer RN19 und jetzt einer RN49 :winking_face:

    Vielleicht mal der ganzen nun entstehenden Diskussion mal vorgegriffen, die Security machst ausschliesslich Du selber.

    Der Verbau von Teilen welche Reparaturkosten senken helfen könnten ist was anderes.

    1. Motorschutz

    Ein Motor, die teuerste Komponente am Töff; an jedem Töff nicht nur an einer RN65; ist am besten geschützt wenn er schon gar keine Behrührung hat mit dem Boden.

    Hierzu musst Du erst rausfinden wie Dein Motorrad aufkommt im Fall eines Sturzes, bzw. an welchen Stellen/Teilen es am Boden am wahrscheinlichsten aufliegen wird im Sturzfall. Nicht vergessen, dass hierbei der Lenker situativ gerade aber auch voll eingeschlagen sein kann.

    Ich gehe hier davon aus, dass das Motorrad seitlich aufkommt und sich hierbei nicht überschlägt.

    Der beste Motorschutz Schutz ist dann dem zu Folge nicht derjenige der das Montieren sämtlicher in einem Katalog vorhandenen Schutzteile beinhaltet, sondern der welcher in möglichst vielen Sturzvarianten den Motor vom Geschehen fernhält.

    Jetzt haben wir aber nur die halbe Wahrheit erzählt beziehungsweise nur über das Motörchen gesprochen :winking_face:

    Denken wirs mal weiter - das Bike fällt zur Seite und wir habens geschafft, dass die Kiste hinten am Heck auf der Fussraste, dem seitlich am Rahmen angebrachten Protektor und dem Vorderachsenschutz sowie dem Lenker dahin schleift. Super gemacht der Motor keine Berührung und die Verkleidung auch ziemlich intakt :top: Wie gehts nun weiter?

    Wir haben immer noch ne Kiste ohne Fahrer 200Kg (1961N) mit einer Geschwingigkeit von 50 km/h (13.88 m/s) deren Motor jedoch nicht aufliegt.

    Wollen wir wetten, dass Du die Kiste trotzdem in den Müll wirfst, stellt sich ihr ein Trotoirrand, oder ne Mauer entgegen? Und wollen wir grad weiter Wetten dass auch der Motor ein Totalschaden hat, auch wenn wir dies vorerst nicht erkennen können?

    Da sieht das Davonrutschen über die Piste ins Kiesbett bis zum Stillschand in meiner Simulation schon etwas anders aus und da geben Schutzkomponenten wie GB Deckel auch Sinn.

    Auf der Rennstrecke zahlst DU - auf der Strasse Deine Vollkasko :winking_face:

    Mein Fazit Motorschutz im Strassenverkehr -> Beatless äh Let it be oder in der Sprache von Mark Knopfler Money for nothing, chicks for ....äh das ist ein anderes Thema


    2. Kühlerschutz

    Mit einer RN65 ist es so:

    - Man fährt nicht im Lötschenental rum vor etwa einem halbem Jahr sondern zu sicher 98% auf asphaltieren Strassen. -> Das grösste der Gefühle sind also nicht 40T Findlinge welcher ein Gletscher oder Bergsturz dahergebracht hat sondern Kieselchen in der Maschenweite wie wir ihn unter dem heissgeliebten Namen Rollsplit kennen. Aus persönlicher RN19 und RN49, sowie aus über 100000 Km Gixxer Erfahrung habe ich nie was grösseres aus einem Kühler entfernt.

    - Eine RN19, 22, 32, 49 und 65 HAT EIN OPTIMIERTES KÜHLERSCHUTZGITTER IM KAUFPREIS ENTHALTEN

    - Eine Geländemaschine hat grobes Stollenprofil, welches Steine bis zu einigen Gramm aufnehmen kann und auch wieder davonschleudert mit der Rotationsgeschwindigkeit des Rades. Im Profil eines RN65 SS Pneus (Bridgestone RS11) verklemmen sich keine Felsbrocken welche im Stande währen das im Kaufpreis enthaltene Schutzgitter zu durchschlagen und den Kühler leck zu schlagen.

    Bei einer RN65 werden Kieselsteine hierdurch in den Kühler befördert, dass sie durch Teer und Bitumen einen Moment kleben bleiben am Pneu. Grössenmässig unbedenklich für den Kühler. Grössere Steine spicken seitlich davon oder werden überrollt. Sollte da wirklich mal was grösseres daherkommen, so wird das mit grosser Sicherheit was sein, was von einem vorherfahrenden FZ ausgespeit wird. Falls ich es vergessen habe zu erwähnen, die RN65 HAT EIN OPTIMIERTES KÜHLERSCHUTZGITTER IM KAUFPREIS ENTHALTEN.

    Ah ja and last but not least, in einer VK wenn nicht gar in einer TK ist man so glaube ich mit meinem Halbwissen auch gegen Steinschlag versichert :winking_face:

    Wenn Du allerdings das Visier offen lässt bei hohen Geschwindigkeiten oder keine Schutzbrille trägst im Gelände könnte Dich das weit mehr Kosten als der Kühler einer RN65 :winking_face:

    Bist ein blitzgescheites Mädel -> Think :winking_face: :top:

    Der Preis für den Frieden ist ewige Wachsamkeit

  • Bezüglich Kühlerschutz würde ich die Gefahr der Überhitzung durchaus berücksichtigen. Nach meinem Verständnis wird das zugeführte Luftvolumen mit einem Schutz sicher nicht vergrössert, eher verkleinert. Und ein Superbike erhitzt sich wahrscheinlich schneller und stärker als eine Reiseenduro. Beim Tiger 900 war Hitze noch nie ein Thema bei mir. Bei der CBR 1000 RR SC77 SP1 hingegen geht die Kühlwassertemperatur ratzfatz auf 102 und der Ventilator wird aktiviert. Bei langsamer Fahrt oder einer Kreuzung wird das Ding dann richtig heiss. Würde ich dann den Motor abstellen, würde dann noch etwas Kühlwasser raustropfen. Viel Fahrtwind ist für ein solches Bike am besten, zum an der Kreuzung stehen sind sie nicht gemacht.

    Den geringeren Wartungsaufwand würde ich insofern relativieren, dass der Kühlerschutz beim Service evtl. erst demontiert werden muss.

    Gibt sicher Zubehör für Superbikes, welches sinnvoll ist. Aber ein echter Supersportler ist halt leicht, schnell, agil und eher aufs Nötige reduziert. Das Fahrwerk ist optimiert auf das Chassis, weshalb ich mir die Tieferlegung wirklich gut überlegen würde.

    Also bevor ich hier alles Mögliche anpassen würde, würde ich erstmal abwarten und dann fahren, und dann bedarfsorientiert montieren lassen.

    Gruess

    Meine Tour-Videos auf YT

  • Meine Antworten jeweils kurisv

    1. Motorschutz

    + Schutz bei Stürzen (verhindert/reduziert Schäden an Motorkomponenten / kann Auslaufen von Öl verhindern, z. B. bei Riss im Motordeckel)

    —> Ein Sturz ist KEINE alltägliche Sache und sollte somit nicht als massgebender Faktor für die Montage von so etwas dienen. Das ist meiner persönlichen Meinung nach etwas angstgetrieben. Bei einem ECHTEN Sturz nützt eine solche Verkleidung rein gar nichts. Da ist ohnehin ein Totalschaden vorprogrammiert ab 70-80 km/h weil es dir dir mit aller Wahrscheinlichkeit die Deltabox sprengt. Deltabox gerissen? Feierabend. Oder einen Rahmen für 2-3k kaufen und den Rest der noch ganz ist wieder mit Kaugummi dranpopeln….. alles schon gesehen. Katastrophe vorprogrammiert, ein neuer Töff ist günstiger.

    Schützt es gegen Kratzer? Vermutlich. Hat es sonst einen optischen oder mechanischen Mehrwert? Nein.

    + Erhalt der Optik (verhindert Kratzer und Abrieb an Motorverkleidungen etc.)

    —> Abrieb? Wenn nur nicht mit Cowboy Stiefeln und Sporen reitest, gibt es sowas nicht. Da reibt nix.

    + Kosteneinsparung bei Reparaturen

    —> ? Verstehe ich nicht.

    + Wertsteigerung / Werterhalt (eine unfallfreie, gepflegte Maschine lässt sich besser verkaufen; Schutzmassnahmen zeigen Sorgfalt des Besitzers)

    —> Sowas stellt in der Regel weder beim

    Auto noch beim Töff eine Wertsteigerung dar. Normale Gebrauchsspuren sind weder positiv noch negativ für den Preis. Ausserdem: Kauft man so ein Bike bereits mit dem Hintergedanken, es irgendwann weiterzuverkaufen? Wenn JA: Dann macht eine Limited / anniversary Edition deutlich mehr Sinn. Deutlich wertstabiler als eine 0815 Fahrgestellnummer. Beim Wiederverkauf zählen entweder die inneren Werte, Pleuellager, Lagerschalen… oder du findest wen, der den Bock zur Rennmaschine umbaut und nur das nackte grundgerüst braucht.

    - Gefahr der Überhitzung steigt

    —> Korrekt. In dem Fall zwar noch ein kleines; aber nicht zu unterschätzendes Übel, gerade bei Yam. Je mehr Wärme an jeder Stelle abstrahlen kann, umso besser.

    2. Kühlerschutz

    + Schutz vor Steinschlägen

    —> Bitte entschuldige. Aber so einen blödsinn habe ich noch nie gehört. (Sorry Foxy hdgdl !!!!! 😅) Mein Kühler hat 65000km auf der Uhr, und hat 2 Steinschläge. Also 1 Steinschlag pro 32500km im Schnitt. Auch dies interessiert keinen Menschen, der einen Töff kauft.

    + Verhindert Verformung der Lamellen

    —> nur, wenn es Steinschläge gibt. Man müsste schon 90% der Lamellen verformen, damit dies ein technisches Problem im Kühlkreislauf darstellt. Das würde wohl eine Laufleistung von 7494926352 Millionen Kilometer bedeuten.

    + Kosteneinsparung bei Reparaturen

    —> Wenn man nicht gerade einen Unfall hatte (im Sinne von bei 80 km/h abgeflogen oder gar Kollision mit Auto / Baum etc.) geht ein Kühler NICHT kaputt. Die Zeiten in denen Kühler durchgemorscht sind, sind seit den 90ern vorbei.

    + Geringer Wartungsaufwand (leichter zu reinigen als der Kühler selbst)

    —> Ein Problem, das keines ist. Ob du jetzt ein Gitter oder den Kühler selbst reinigen musst, macht 0 Unterschied. Und einen Kühler habe ich wenn überhaupt mit dem hochdruckreiniger gereinigt, nicht mit der Zahnbürste.

    + Wertsteigerung / Werterhalt (eine unfallfreie, gepflegte Maschine lässt sich besser verkaufen; Schutzmassnahmen zeigen Sorgfalt des Besitzers)

    —> siehe meine Antwort zu diesem Punkt oben

    - Gefahr der Überhitzung steigt

    —> korrekt.


    Nochmals meine Erfahrung mit dem Thema als langjähriger R1 Besitzer und „Enthusiast“ seit ich Denken und Moped fahren kann:

    Wir haben das heute schon mal angesprochen: Yamaha ist seit den 80ern bekannt dafür, die Kühler am untersten Limit auszulegen. Kein anderer Hersteller und schon gar kein japanischer, ist diesen Weg je gegangen. Und niemand weiss so genau, warum Yam das gemacht hat, aber das macht den Charme irgendwie aus. Alles ist einfach ein bisschen am Limit gebaut, und das ist auch gut so!


    Ein Gitter nimmt dir 5-15% wärmeabfuhr. Das heisst in blanken Zahlen:

    5 % weniger Kühlleistung

    Bei einem Motor, der schon nahe am thermischen Limit arbeitet, bedeutet das:

    Im Normalbetrieb bei moderaten Temperaturen merkst du fast nichts. (20 grad Aussentemperatur)

    Bei langsamer Fahrt im Sommer springt der Lüfter früher an und läuft länger. (Und diese Lüfter sind laut, nervtötend und können tatsächlich mal flöten gehen, zumindest bis und mit Baujahr 2012 waren das Problemkinder, wenn sie unnötig lange gelaufen sind)

    Wassertemperatur könnte z. B. 3-4 °C höher liegen als ohne Gitter. Der Kühler arbeitet somit bereits mit Wasser kurz vor oder bereits direkt AM Siedepunkt.

    Was heißt “15 % weniger Kühlleistung”?

    Das ist massiv bei einem Hochleistungsmotor wie der R1 (besonders ab 2015+) kann das bedeuten:

    Dauerhaft 5–8 °C höhere Kühlwassertemperatur.

    Lüfter läuft fast ständig im Stadtverkehr.

    Auf der Rennstrecke (teilweise auch Autobahn!!) kann das bedeuten, dass die ECU Leistung wegnimmt, um Überhitzung zu vermeiden.

    Kühlwasser erreicht im Extremfall über 110 °C im DURCHSCHNITT was zu Dampfblasenbildung im Kühler führen kann (Cavitation), was die Kühlung noch weiter verschlechtert.

    Das ist alles meine persönliche Meinung, Erfahrung und weder wertend noch böse gemeint. Ich hoffe das hilft irgendwie weiter. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Wenn du einen Pikachu-Helmüberzug hast, werde ich dir nicht zurückwinken. :clown_face:

  • Achja und ich finde die anderen hier haben es bereits schön auf den Punkt gebracht mit ihren Beiträgen.

    Es ist und bleibt eine Rennmaschine für die Strasse. Minimalistisch, am Limit gebaut, ab Werk so wie sie ist voll funktionsfähig. All den anderen Klimbim kann man getrost im Derendinger Katalog lassen oder wo auch immer. Manchmal ist weniger einfach mehr.

    Wenn du einen Pikachu-Helmüberzug hast, werde ich dir nicht zurückwinken. :clown_face:

  • "Dank Abgasnormen laufen moderne Motoren quasi mit heisser Luft", so mager wie die abgestimmt sind. Ein Zitat von Mandy Kainz, Chef des Yamaha Austria Racing Teams aus der Endurance WM.

    Nur wird deine R1 auf der Strasse bewegt und nicht bei ständiger Volllast auf den Rennstrecken dieser Welt. Daher ist das Hitzeproblem vernachlässigbar.

    Meine persönliche Erfahrung sagt, das reine Strassenmaschinen nur Schutz für den Motordeckel und LiMa brauchen. Durfte ich bereits austesten und dank derer viel Geld sparen an der R6. :grinning_face_with_sweat:

    Das Schutzgitter am Kühler ist eine Glaubensgeschichte. Kenne nur Sagen und Legenden von der Rennstrecke, wo Steine aus dem Kiesbett in die Kühler geschossen wurden vom Hintermann. Wieder Thema Rennstrecke und für deinen Anwendungsfall absolut vernachlässigbar.

    Wenn du wirklich eine Lösung für die Hitzeprobleme moderner Superbikes haben willst, braucht die Maschine ein neues Mapping. Dann läuft die R1 mit einem Benzin-Luft-Gemisch und nicht nur mit heisser Luft.:hot_face:

    Motorradfahrer müssen einen besonders grossen Dachschaden haben sich bei schönstem Wetter in hautenge Lederklamotten zu zwängen. :lol:

  • "Dank Abgasnormen laufen moderne Motoren quasi mit heisser Luft", so mager wie die abgestimmt sind. Ein Zitat von Mandy Kainz, Chef des Yamaha Austria Racing Teams aus der Endurance WM.

    Nur wird deine R1 auf der Strasse bewegt und nicht bei ständiger Volllast auf den Rennstrecken dieser Welt. Daher ist das Hitzeproblem vernachlässigbar.

    Meine persönliche Erfahrung sagt, das reine Strassenmaschinen nur Schutz für den Motordeckel und LiMa brauchen. Durfte ich bereits austesten und dank derer viel Geld sparen an der R6. :grinning_face_with_sweat:

    Das Schutzgitter am Kühler ist eine Glaubensgeschichte. Kenne nur Sagen und Legenden von der Rennstrecke, wo Steine aus dem Kiesbett in die Kühler geschossen wurden vom Hintermann. Wieder Thema Rennstrecke und für deinen Anwendungsfall absolut vernachlässigbar.

    Wenn du wirklich eine Lösung für die Hitzeprobleme moderner Superbikes haben willst, braucht die Maschine ein neues Mapping. Dann läuft die R1 mit einem Benzin-Luft-Gemisch und nicht nur mit heisser Luft.:hot_face:

    Bei der R6 fehlt aber beinahe ein halber Liter Hubraum. Der Vergleich ist also eher nicht sinnvoll.

    Wenn du einen Pikachu-Helmüberzug hast, werde ich dir nicht zurückwinken. :clown_face:

  • Bei der R6 fehlt aber beinahe ein halber Liter Hubraum. Der Vergleich ist also eher nicht sinnvoll.

    Die R6 hatte auch Euro 3 und durfte noch relativ frei atmen. Nach dem Umbau für die Rennstrecke sowieso.

    Ursache für die Hitzeprobleme sind bei einer R1 aber immernoch das magere Mapping. Der grosse Katalysator hilft auch wenig, beim abführen der Hitze. Da spielt ein Schutz für Motordeckel und LiMa eine verschwindende Rolle.

    Die Motoren der RN49 sind im Rennstreckenbetrieb ja gerne hops gegangen, weil ohne Tausch der Abgasanlage und Mapping die Hitze einfach nicht wegkam. Allgemein ist die Konsequenz dass Motoren empfindlicher werden, je mehr Leistung man aus Ihnen holt, auch wenn das Engineering und die Produktionsverfahren immer besser werden. Eine RN22 mit knapp 185 PS ist warscheinlich standfester als eine RN65 mit 200, da die Leistung bei beiden aus den gleichen 998 ccm geholt wird.

    Motorradfahrer müssen einen besonders grossen Dachschaden haben sich bei schönstem Wetter in hautenge Lederklamotten zu zwängen. :lol:

  • Ich vergleiche auch nicht RN 22 mit 49/65 sondern mit der R6 (RJ15 war das doch oder? Ab 2005-2006?) die du genannt hast.


    Die R6 hat zwar mehr Literleistung, aber weniger Gesamtwärme zu bewältigen und einen relativ großzügig dimensionierten Kühler. Beinahe die gleiche Kühler Oberfläche wie die RN22. Sie wirkt im Alltag thermisch also deutlich entspannter.

    Die R1 (vor allem RN49/RN65) hat viel absolute Abwärme durch beinahe doppelt so viel Hubraum, knapperen Kühler (respektive gleich bei fast doppeltem Hubraum) und bei neueren Normen einen sehr großen Kat, hier wirkt jedes zusätzliche Hindernis im Kühlluftstrom (z. B. Schutzgitter) schneller als Problem.

    Darum ging es mir. Vergleich zwischen R6 und R1 ist sinnlos, zwischen R1 und R1 ist das bei den neueren tatsächlich wie du schreibst. Aber initial hast du von der R6 gesprochen.

    Wenn du einen Pikachu-Helmüberzug hast, werde ich dir nicht zurückwinken. :clown_face:

  • Als einer, der absolut keine Ahnung von der R1 hat, kann ich dir folgendes sagen:

    Mach das Zeug ran, wenn es dir optisch gefällt und du an einen Wiederverkauf denkst. Wenns dir nur drum geht, die Optik, die von den Teilen verdeckt wird zu erhalten, weiss ich nicht, ob du dir nen Gefallen tust. Die Teile selber sollten dir schon auch gefallen. Über nen schönen Holztisch machst du ja auch nicht permanent ein Tischtuch, um keine Flecken zu riskieren. Deine R1 ist ja jetzt schon ein rechter Hingucker.

    Bei nem Sturz ist eh Lotterie, was tatsächlich kaputt geht, besonders auf der Strasse. Und da sie versichert ist, ist ja eigentlich auch wurscht, wenns etwas teurer wird. Wenn du keinen Grund hast, sofort nach dem Sturz unbedingt weiter fahren können zu müssen, sind diese Schützer also kein Argument. Und je nach Produkt kann der Mech dich u.U. verfluchen, weil er keinen Zugang zu gewissen Schrauben mehr hat. Ich hab jedenfalls damals laut fluchen müssen, bis ich den mit Superman-Fucking-Höllenfeuerfesten-Silikon befestigen Rotz endlich weggekriegt habe.

    Auf das Kühlergitter schaut doch kein Schwein beim Motorradkauf

    Einziger Minuspunkt ist wie gesagt wohl die Kühlung, und die R1 (ab RN32) scheint da wirklich nicht die stärkste zu sein. Im Paddock haben die meisten R1en entweder einen modifizierten Kühler, oder sie haben nen riesigen externen Ventilator dabei, den sie nach dem Turn vor ihre Kiste stellen und 10min vollgas laufen lassen, sodass man das Benzingespräch auf später verschieben muss...
    Für dich wird das wohl nicht so das Thema sein, da du vermutlich selten für längere Zeit über 7'000 U/min unterwegs sein wirst.

    Einer ist immer schneller - zum Beispiel ich :winking_face:
    Quod gratis asseritur, gratis negatur

    Einmal editiert, zuletzt von Boo (12. August 2025 um 00:19)

  • Ich hab jedenfalls damals laut fluchen müssen, bis ich den mit Superman-Fucking-Höllenfeuerfesten-Silikon befestigen Rotz endlich weggekriegt habe.

    Das geklebte Zeug ist sowieso nichts wert.

    Am besten die Teile von GB Racing dranschrauben und Ruhe haben. Gibt einen Grund, dass quasi in allen namhaften Rennserien nur die zur Anwendung kommen.

    Zweite Wahl wäre vielleicht noch R&G Racing, aber dann wird die Luft ganz dünn für andere Produkte.

    Motorradfahrer müssen einen besonders grossen Dachschaden haben sich bei schönstem Wetter in hautenge Lederklamotten zu zwängen. :lol:

  • Es geht ja auch nicht darum, was sich ein Valentino Rossi an sein Moped geklebt hat, sondern ob Foxy-Normalverbraucher das benötigt bei ihren Ausfahrten. In Rennserien fährt man keine 50.000+ km auf einen Motor. Und wenn Leute ein Track Bike haben wird das Teil öfter in seine Einzelteile zerlegt und revidiert als wir normalsterblichen Tanken gehen.

    Rennbetrieb ≠ Alltagsgebrauch

    R1 ≠ R6

    Rot = Grün (für Mizzi)

    Wenn du einen Pikachu-Helmüberzug hast, werde ich dir nicht zurückwinken. :clown_face:

  • Nachtrag:
    - 3 Stelvios
    - 3 Fahrer mit ähnlichem Gewichtsprofil
    - bei gemeinsamen Ausfahrten ist meine Öltemperatur (ohne Kühlerschutz) locker 5 - 8 °C tiefer als die Öltemperaturen meiner Brüder (beide mit Kühlschutz)

    In einer Ménage à trois:

    Moto Guzzi Stelvio 1200 8V NTX & California II, BMW F650GS

    Getrennt:

    TS 50 ER RD 125 (2 Zyl.) RD 125 LC RD 250 YPVS

    VF 750 C, AN 125, AN 400 Burgmann

    Guzzi on tour