Malaguti xsm 125 Kompressionshöhe messen

  • Hallo zusammen


    Ich hoffe ich finde bei euch vielleicht etwas technische Unterstützung. In einem 125er Forum wo ich angemeldet bin führe ich bei sämtlichen Dingen nur Selbstgespräche da sich nicht ein einziger beteiligt 🤷🤦.

    Ich hab den Motor ziemlich zerlegt und einige Teile erneuert und auch alles geprüft und gereinigt. Jetzt bin ich gerade dabei die Kompressionshöhe zu ermitteln. Werkstatt Reparaturanleitung liegt bereit.

    Laut der Anleitung habe ich den Zylinder ohne Fußdichtung aufgesetzt. Kolben in OT Stellung. Man soll die Messuhr auf der Dichtfläche des Zylinders auf 0 stellen und dann den höchsten Punkt des Kolbens messen. 2.10mm ergab die Messung.

    Verglichen mit dem Buch is das viel zu viel.

    Die Maße für die 3 verschiedenen Dichtungen lauten :

    0,95-1,09mm 0,3mm Dichtung

    1,1-1,25mm 0,4mm Dichtung

    1,26-1,45mm 0,5mm Dichtung

    Verbaut war eine 0,4mm Dichtung

    Das würde eigentlich bedeuten das ich 1,1-1,25mm bei der Messung erhalten sollte.

    Ich Messe 1mm mehr. Vermessen hab ich mich nicht denn das sieht man mit bloßem Auge ob es 1mm mehr oder weniger ist.

    Es steht deutlich drin den höchsten Punkt des Kolbens zu messen.

    Die Form vom Kolben, er hat außen eine Ebene Fläche, dann kommt Richtung Mitte eine Schräge und der mittlere Teil ist erhöht.

    Messe ich auf dem äußeren Rand, komme ich nur auf 0,4-0,45mm.

    Ich hab den angezeigten Wert auch eben nochmal geprüft mit Messlehren. Packe ich genau 2mm drunter, zeigt die Uhr genau den Wert an wie vorher.

    Leider finde ich nirgends Daten vom Zylinder. Quasi original Höhe oder sowas.

    Ich hab keinerlei Infos darüber ob da einer am Zylinder Plan geschliffen hat. Ich bin echt ratlos.

    Einfach wieder zusammen bauen mit der Dichtung die verbaut war, wäre ja total auf gut Glück.

    Bevor ich den Motor zerlegt hab ließ dieser sich ohne Probleme durchdrehen. Kompression konnte ich nicht messen da die Schraube der Einlass Nockenwelle gebrochen war und die nocke sich verdreht hatte. Die Schraube saß noch minimal fest, erst als ich sie lösen wollte hatte ich nach minimal drehen den Schrauben Kopf in der Hand. Ein Ventil hatte minimal Kontakt mit dem Kolben, saß aber noch immer absolut sauber im Ventilsitz.

    Jetzt gehen mir natürlich zich Gedanken durch den Kopf. War die gerissene Schraube der Auslöser. War der zu hohe Kolben der Auslöser. Oder der gebrochene Tassenstößel.

    Weis grad nicht was ich machen soll. Mir schwirrt natürlich der Gedanke durch den Kopf nen neuen Zylinder und Kolben zu kaufen und dann drauf hoffen das dieser sich beim nachmessen zu meinem unterscheidet und ich dann Gewissheit hätte.

    Oder einen anschreiben der nen gebrauchten zu verkaufen hat, das der mal die Schieblehre anlegt. Aber da weiß man halt vielleicht auch nicht ob der noch im original Zustand ist 😅😅

    Malaguti xsm 125 Baujahr 2021. Baugleich zur Aprilia sx 125. M545m Motor.


    Gruß Stefan

  • Ich hab jetzt mal Rückmeldung von einem bekommen der einen gebrauchten Zylinder verkauft. Sein Maß ist gerade mal 0,1mm anders, wobei der gemessen hat und dann aber die Schieblehre abgenommen hat vom Zylinder. So würde sich mein Wert wohl auch ändern.

    Somit stimmen entweder die Werte im Buch nicht oder die Stelle auf dem Kolben ist ne andere. Oh mann....

  • Lieber Schwabo

    Herzlich willkommen hier im Forum.

    Zu deiner Frage: Ich bin kein Motorradmechaniker und kann dir nicht helfen. Viel Text, keine Bilder, keine Chance nachzuvollziehen, was du genau meinst.

    Dies ist ein Töffforum, es geht den Meisten ums Fahren. Einige Wenige sind halbe Profis im Mechen, aber Motorrevisionen gehören aus meiner Sicht in die Hände von Vollprofis und das sind wir nicht und anscheinend auch du nicht.

    Mein Tip: geh zu einem Mech. Ich weiss: "Das kostet Geld" - da muss ich dir einfach sagen: "Motorradfahren kostet Geld". Das ist ein Fakt und der bleibt so.

    Zu den 125er: Diese Motoren sind aus meiner Sicht überbelastet und halten deshelb zu wenig lange. Nach 20'000 km sind die Dinger oft durch (Ausnahmen wie die Honda CM125 mit 80 - 90 km/h Spitze, dafür das auch am Berg, die war der "Chopper" der 125er.

    Viel Glück mit deiner Malaguti.

    toeff2smilie_Hagrid_motorradsmilie_girl_179smiley3073

    warmal: Suzuki TS125, Honda CM125, Honda CB750 F1, BMW R80 GS, Suzuki LS650, Kawasaki ER6n

    ist: BMW R 1200 R LC

  • Jetzt bin ich gerade dabei die Kompressionshöhe zu ermitteln

    Mit Kompressionshöhe meinst Du den Abstand, welcher laut Hersteller eingehalten werden muss, damit der Kolben bei hohen Drehzahlen nicht den Zylinderkopf oder allenfalls die Elektrode der Zündkerze berührt.

    Ein zweiter Punkt ist hierbei die geometrische Form des Brennraums wenn der Kolben in OT steht. -> Es wird hierbei, auch in meinem Jargon, von Quetschkante gesprochen. Sie beeinflusst merklich den Verbrennungs- und auch den Spülgrad

    Die Quetschkannte kannst Du nur effektiv messen, wenn der Motor mit Fuss- und Kopfdichtung und den richtigen Anzugmomenten montiert ist.

    - Hierzu nimmst Du Lötzinn welcher einen grösseren Durchmesser hat als das vorgegebene Quetschkantenmass.

    - Zündkerze raus

    - Kolben ein paar mm vor OT stellen

    - Lötzinn in Brennraum einfügen und sicherstellen, dass er an der Zylinderwand anliegt

    - Von Hand Kolben an OT vorbeidrehen

    - Lötzinn vorsichtig raus und mit Schieblehre messen.

    -> Mass zuwenig oder zuviel wird dann mit dickerer/dünnerer Fuss-, oder Kopfdichtung kompensiert. Tendenziel lieber ein oder zwei Zehntelmilimeter mehr als angegeben.

    Laut der Anleitung habe ich den Zylinder ohne Fußdichtung aufgesetzt

    In der Praxis nie ohne Kopfdichtung montieren :winking_face:


    Gerade gesehen, der XSM ist ein Viertakter, also vergiss mal das Meiste was ich obig geschrieben habe.


    Beim 4-Takter liegt die Gefahr dort, das die Ventile den Kolben in Deinem Fall in den Ventiltaschen berühren.

    Ich denke Du machst Dir viel viel zu viel Sorgen.

    Wenn Du Deine Fuss- und Kopfdichtung misst, kannst Du ja aufgrund Deiner Angaben bestimmen, welche Dicke diese beiden Dichtungen von neu aus haben.

    Also besorg Dir die Neuauflagen dieser beiden Dichtungen -> niemals gebrauchte montieren.

    Erkundige Dich ob Du die Dehnschrauben (Stehbolzen, Zylinderkopfschrauben) ein zweites mal verwendet werden dürfen -> falls keine Auskunkft zu Dehnschrauben, dann auch neu kaufen. Sollte jedoch in der Repanleitung, falls seriös, festgehalten sein.

    Montier den Motor und pass gut auf bei der Synchronisation der Nockenwelle.

    Dann drehe die Kurbelwelle von Hand sorgfältig einige Male (min 720 Grad) ohne eingesetzte Zündkerze durch und prüfe das nichts "ansteht"

    Dies sollte dann reichen für den Motoreinbau :winking_face: :top:

  • Danke für eure Antworten. :sehrgut:

    Ich bin nunmal so aufgewachsen. Ich war noch nie wegen irgendwas in einer Werkstatt. Nur einmal zum Schlüssel Wegfahrsperre programmieren oder halt beim Motorenbauer wenns um Buchsen, hohnen oder so geht.

    Ich hab schon einige Motoren zerlegt und neu aufgebaut oder einfach nur Dinge repariert, egal ob Motor, Bremse oder sonst was.

    Beim Motor prüfen, reinigen, Neuteile und Co bin ich sehr pingelig, daher das Reparatur Handbuch zum Motor mit allen Anzugsdrehmomenten und sonstigen Infos.

    Wenn da dann halt ein bestimmtes Maß nicht passt, muss man halt auch gern mit Fehlern vom Vorbesitzer rechnen. Alles schon erlebt leider.

    Kompletten Dichtungssatz für den Motor liegt natürlich schon hier und auch die Dehnschrauben sind neu.

    Hab jetzt Zylinder und Kolben haargenau mit einem anderen vergleichen können, das passt alles zum Glück.

    Rechne ich alles durch mit den Dichtungen, is oben zum Kopf usw auf jeden Fall Platz.

    Zylinder usw is alles montiert und fest. Ich warte nur noch auf die neuen Stößel. Wenn die Kette sitzt und alles in Position ist, Dreh ich natürlich erstmal einige male von Hand durch :top:

    Ich melde mich wenn se am blubbern is :aok:

  • daher das Reparatur Handbuch zum Motor

    Also der beschriebene Prozess zur Bestimmung der Dichtungsdicken geht einerseits davon aus, dass Du die alten nicht hast oder dass Du einen neuen Zylinder einsetzt ohne dass Du den alten Nachmessen könntest und ist so wie Du beschrieben hast kaum zu realisieren.

    Danke fürs Feedback und let's blubber :top: