An alle , die erst mit ü50 begonnen haben !

  • Hallo
    Gibt es unter euch auch noch andere ü50 oder gar mitte50 jährige, welche erst in diesem "hohen Alter" die Motorrad-Begeisterung entdeckt haben? Wie war das für euch? Hattet ihr das Gefühl, dass ihr mehr Fahrstunden benötigt als Jüngere?
    Man muss ja 3 x 4 Pflichtstunden absolvieren. Wieviele Stunden habt ihr vorher alleine mit dem Fahrlehrer genommen?

    Habt ihr das Motorrad gekauft, bevor ihr überhaupt damit fahren konntet?

  • Hey

    Auch wenn ich nicht ü50 bin erlaube ich mir die mal zu antworten.

    Offiziell gibt es keine Pflichtstunden. Die kannst du gegenüber einem Prüfer auch nicht irgendwie nachweisen.

    Es gibt die Grundkurse was dann 12h entspricht.

    Ich Persönlich habe es so gemacht resp. Mache es so: ich nehme so viele Fahrstunden in den Themen/Bereichen in denen ich mich unsicher fühle. Plus dann noch Prüfungsfahrt, also Vorbereitung darauf. Insbesondere wenn du in einem Kanton mit Sozius Prüfung machst. Also wo der Prüfer hinten drauf sitzen wird.

    Ich selber habe schon das Gefühl das ich wohl am ende ein paar Stunden mehr auf dem Buckel haben werde, aber das ist egal, ich fühl mich dadurch sicherer.


    Grüessli

  • Den Grundkurs musst du nachweissen, ich denke mal der war gemeint.

    Ich habe mein Motorrad vorher gekauft, kannst dann immer üben wenn du willst. Vor dem Kurs habe ich keine Stunden genommen.

    Vor der Prüfung habe ich noch zweimal je eine Stunde genommen um zu schauen was ich noch verbessern muss.

  • Bin zwar weit noch nicht in dem Alter, aber ich geb auch mal meinen Senf dazu

    Ich hab FRNX015 gekauft als ich direkt meinen Lernfahrausweis hatte, der Verkäufer hat die mir netterweise nachhause gefahren, Ich hatte dahin 0, also NULL Erfahrung mit Motorrädern und überhaupt geschalteten Fahrzeugen, Ich hab das arme Ding absolut massakriert bevor ich überhaupt richtig fahren konnte. (Ich hätte wirklich einen Schnupper Kurs besuchen sollen :pfeifen:)

    Vor dem Grundkurs hatte ich 0 Stunden beim Fahrlehrer, der Grundkurs erfordert aber schon eine "grundsätzliche Beherrschung" also, man sollte schon normal fahren können ohne die Kiste an jeder Ampel abzuwürgen, in der Innenstadt fahren können und vielleicht einmal die Manöver mal angeschaut haben.

    Was die Grundkurse beinhalten muss ich nicht aufschreiben hier, das kann man auch schnell nachlesen.

    Nach dem Grundkurs hatte ich dann 3 Manövertrainings absolviert (bei FM Mannhard), bin an den TF-Manövertag gegangen, habe über 1 Jahr hinweg noch 9 Doppelstunden an Fahrstunden gebucht, und bin noch an das Schräglagen Training Basic und Advanced von FM Mannhard.

    Also... es kommt nicht auf das Alter darauf an wie schnell man sich das Motorradfahren aneignet, jemand der schon 20 Jahre regelmässig Auto fährt dem fällt das ganze bestimmt leichter.

    Ich hatte meine Prüfung im Albisgüetli ZH, und das ist halt schon ein wenig... bekannt... dafür dass es sehr anspruchsvolle stellen und Prüfer hat.

    FRNX015 > Franxx 015
    Z000 > Ziemlich - 0 Vorbereitung, 0 Plan, 0 Budget (Verkauft)
    SG-x06 Sleipnir > Symphogear

  • Zählt es auch wenn mann ü50 eingestiegen ist nach Familienpause?

    Habe mich als ganz jung schon dazu entschieden und durfte Töff vor Auto fahren, habe also ein Herz für einspurige Fahrzeuge.

    Um zu Deinen Fragen zu kommen.

    Wie oben erwähnt bin ich nach 23 Jahren Pause, als die Kids selber einen Töff gekauft haben wieder eingestiegen und hatte hierbei lediglich mit "Angst" und Zurückhaltung zu "kämpfen"

    Mit 18 Jahren setzt Du Dich auf ein Bike und Dein noch nicht fertig entwickelter zentraler Kortex erlaubt Dir unbekümmertes immer schneller werdendes Töfffahren bis zum ersten Sturz.

    Du leckst Deine Wunden, reparierst Deine Kiste und fährst mit 99 % des vorherigen erlernten ausgeloteten, steigernd wieder weiter bis zum nächsten "Uebertreiber"

    Das ist DIE gefährliche Zeit, die Du nun gottseidank schon hinter Dir hast. Beim Mann kann diese schon mal bis ins 30igste Lebensjahr dauern.

    Um Motorrad fahren zu können ist es wie mit allem anderen quasi auch, brauchst Du kognitive Fähigkeiten, welche mit ü50 nach meiner Meinung überhaupt noch keinerlei Einschränkungen unterliegen, im Gegenteil.

    Ich kenne Frauen die sich mit ü60 gleich auf ne 500er gesetzt haben und die Prüfung gemacht haben. Oder solche, die einen "Grossroller" gekauft haben, die A- Prüfung gemacht haben und dann gar auf ein "echtes" Motorrad der Kat. A umgestiegen sind.

    Es stehen also auch da, mehrere Wege offen.

    Wieviele Stunden Du benötigen wirst, hat nichts mit Deinem Alter zu tun, finde den Ansatz von Seljo diesbezüglich für wertvoll.

    Dein letztes, falls ich es richtig verstehe ist der Wunsch mal Motorrad fahren zu können, bevor Du überhaupt loslegst?

    Da bietet Dir beispielsweise TCS Schnupperfahrten ohne Ausweis an. Die Töffs, Schutzkleidung, Helm, Handschuhe alles vor Ort.

    Brauchst Dich um nichts zu kümmern.

    Bezieht sich Deine Frage jedoch darauf ein Motorrad ohne Probefahrt zu kaufen, dann ein klares Nein.

    Zieh Dein Vorhaben ungebremst Durch, räume Zweifel aus und lass Aussagen wie "in Deinem Alter" an Dir abprallen :top: :top:

    Der Preis für den Frieden ist ewige Wachsamkeit

  • Ich zähle nicht, da ich ja meine Prüfung schon Mitte 20 gemacht habe....und beim "Wiedereinstieg" keine brauchte...

    Meine Frau hat die A mit 29+ gemacht. Das zählt ja irgendwie...

    Sie hat mit mir geübt (ich auf Ihrem A-35kw, sie auf meiner 53kw ...). Auf diversen Parkplätzen der Region: 8ten, Slalom, Spurgasse, Vollbremsung...

    Dann auch mit mir als Sozius.

    Und dazwischen einige Stunden (1x2 Solo / 1x4 Gruppe) mit dem Fahrlehrer. Und am Tag vor der Prüfung noch 1 h Solo.

    Die Prüfung mit Bravour bestanden.

    Die Fahrstunden wollte sie, da sie die letzten vor der 125er Prüfung vor 18 Jahren gemacht hat... (A35kw hat sie geschenkt erhalten..., das war damals so...)

    toeff2smilie_Hagrid_motorradsmilie_girl_179smiley3073

    warmal: Suzuki TS125, Honda CM125, Honda CB750 F1, BMW R80 GS, Suzuki LS650, Kawasaki ER6n

    ist: BMW R 1200 R LC

  • Chrissi
    ich habe mit Ü 40 begonnen, hatte aber vorher schon den 125er-Ausweis, bin also mit Vespa vorher schon gefahren. Deshalb war dann der grosse Schein nicht so das Problem.

    Wenn Du Velo fährst, hast Du schon einmal das Grundgefühl für Zweiröder mit einlenken etc. Dazu empfehle ich Dir, vor dem Kauf bei einem Fahrlehrer, der auch Töffs für die Fahrschule hat, ein bis zwei Stunden zu nehmen, damit Du Dich an Gas, Kupplung und schalten geöhnst. Wenn Du in der Region Bern wohnst (Grossregion) kenne ich einen sehr guten Fahrlehrer, der Dir deutlich mehr als nur das Minimum beibringt. Ev. kann Dir auch jemand aus dem Forum bei den ersten Schritten helfen.

    Solang Du körperlich einigermassen fit bist (Töff fahren kann anstrengend sein) sollte es für Dich ohne Probleme sein.

  • Auf diversen Parkplätzen der Region: 8ten, Slalom, Spurgasse, Vollbremsung...

    Dabei hat sie übrigens 1, 2 oder 3 mal den Boden geküsst... und mein Töff auch. Darum: übt mit einer alten Schachtel (damit meine ich den Töff), wo es nichts macht, wenn mal etwas Lack ab ist.

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    warmal: Suzuki TS125, Honda CM125, Honda CB750 F1, BMW R80 GS, Suzuki LS650, Kawasaki ER6n

    ist: BMW R 1200 R LC

  • Um Motorrad fahren zu können ist es wie mit allem anderen quasi auch, brauchst Du kognitive Fähigkeiten, welche mit ü50 nach meiner Meinung überhaupt noch keinerlei Einschränkungen unterliegen, im Gegenteil.

    Phuh, gewagte Aussage. Gerade was die Verarbeitung sich bewegender Objekte angeht, ist der Twener definitiv im Vorteil gegenüber dem Midfünfziger. Tendenziell.

    Der Ältere bringt dafür mehr Gelassenheit mit in die neue Aufgabe. Tendentiell.

    Geht hier ja nicht drum, keinen gefährlichen Mist zu bauen (da ist der 50er tendentiell wieder im Vorteil), sondern das „Handwerk“ Motorradfaren generell neu zu lernen.

    Die Geschwindigkeit im Erlernen neuer Fähigkeiten nimmt schon weit vor 20 Jahren ab, das schleckt keine Geiss weg. Die Streuung innerhalb der gleichen Altersgruppe ist aber sicher deutlich grösser als der Fall des Durchschnittswerts zwischen 20- und 50- Jährigen. Oder anders ausgefrückt: viele 50-Jährige können etwas Neues schneller lernen als viele 20-Jährige, aber noch mehr 20-Jährige lernen Neues schneller als 50-Jährige. Und um das zu wissen, muss man kein ü50 sein.

    Dafür hat der Ältere vermutlich schon viel Erfahrung im Strassenverkehr. Was auf der einen Seite positiv ist, auf der anderen Seite kann man sich auch viel Mist aneignen, den man sich zur Prüfung hin erstmal wieder abgewöhnen muss.

    Und da ich dich nicht kenne, rate ich dir: Vergiss alles, was ich bisher geschrieben habe, sondern fang erstmal an zu fahren, geh mal an den Grundkurs und schau, wie gut es klappt, vor allem im Vergleich zu den anderen Teilnehmern.

    Einer ist immer schneller - zum Beispiel ich :winking_face:
    Quod gratis asseritur, gratis negatur

    Einmal editiert, zuletzt von Boo (15. Dezember 2025 um 16:35)