Kawasaki Versys mit Kind?

  • Unsere Kids sind jetzt 14 und 12. Beide fahren seit sie 7 Jahre alt sind ab und zu bei mir oder meiner Frau hinten mit. Meist sind das kurze Fahrten zum Einkaufen oder zum Coiffeur wenn ich mit dem Auto bei der Arbeit bin und meine Frau das Motorrad oder den Roller nutzt um etwas für eines der Kids zu besorgen (Kleider, Schuhe etc.) und sie nicht warten können bis das Auto verfügbar ist. Längere Fahrten beschränken sich auf etwa eine Stunde im Sommer zum Eiskaffee in Deutschland oder eine kurze Runde (max. 2h) im Schwarzwald.


    Bei beiden haben wir als sie 7 wurden geprüft dass sie die Rasten erreichen und komplette Schutzausrüstungen besorgt, die dann auch jedes Jahr dem Wachstum entsprechend ersetzt wird. Wenn man mit jüngeren Kindern fahren will muss ein geprüfter Kindersitz vorhanden sein (wie im Beitrag #4 erwähnt). Vor 7 Jahren war das Problem allerdings dass schlicht keine geprüften Kindersitze existierten, wie das Heute ist weiss ich nicht.


    Unsere Ältere hat vor 3 Jahre ein erstes Mal einen Motocrosskurs für Kinder gemacht und selber fahren gelernt. Seither wartet sie ungeduldig, dass sie in 2 Jahren mit den 125ern beginnen kann. Da hat das Mitfahren also durchaus eine gewisse Motivation erzeugt.


    Basierend auf diesen Erfahrungen würde ich Euch empfehlen, mit dem Fahren als Sozia zu warten bis der Nachwuchs 7 Jahre erreicht und allenfalls vorher mit einem Gespann oder einem Trike zu Touren. Wir hatten zwischendrin auch den Fall dass der Junior hinter mir Eingeschlafen ist. Habe ich gemerkt, weil der Helm plötzlich meinem Rücken entlang gerollt ist wenn ich in die Kurve reinzog. Seither haben wir beide Gegensprechanlagen in den Helmen (OK, hat auch sonst bei Ausfahrten Vorteile...) und wer jeweils hinten Fährt kann warnen wenn das Kind nicht mehr sicher gerade sitzt. Bei allen Motorrädern sind auch Topcases drauf damit nach Hinten eine Sicherung vorhanden ist.


    Letztlich müsst Ihr als Eltern sehen, ob Eure Kinder motiviert sind oder ob sie nur aufsitzen weil sie keine Wahl haben. Wenn die Motivation fehlt würde ich mir das gut überlegen.

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    Wir hatten zwischendrin auch den Fall dass der Junior hinter mir Eingeschlafen ist. Habe ich gemerkt, weil der Helm plötzlich meinem Rücken entlang gerollt ist wenn ich in die Kurve reinzog.


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    Unglaublich! Da habe ich absolut kein Verständnis für eine solche Verantwortungslosigkeit.

  • E vierjährigi uf mehrtägigi Toure welle mitnäh, sorry aber nur scho eue Gedankegang bis da ane isch ja völlig fern vo jedere Realität und absolut unverantwortlich. Entweder oder würi mal behaupte. Me muess halt jetzt sini Hobbies und Wünsch chli nach hindere verschiebe.


    Also echt... amigs frögi mi ämel scho.

    Motorradfahren hebt Grenzen auf. Mensch und Maschine, Natur und Technik, alles wird eins.
    Hubert Hirsch

  • Unglaublich! Da habe ich absolut kein Verständnis für eine solche Verantwortungslosigkeit.

    Auch ein erwachsener Mitfahrer kann jederzeit eindösen und schlafen. Dies passiert gemäss verschiedensten Forumsbeiträgen im Internet des öfteren. In der Regel passiert nichts, der Fahrer merkt es evtl. nicht einmal. Nach intensiver Suche habe ich gerade mal einen Fall gefunden wo eine eingeschlafene Sozia, die nicht unter Drogen- oder Alkoholeinfluss war, runtergefallen ist und leider auch verstarb. https://www.motor-talk.de/blog…chlafen-tot-t2884185.html


    Ich kenne Leute die waren legal zu dritt auf dem Töff. Das nennt sich dann schwangere Sozia. Andere die ich kennen, machen mit der Tochter seit diese 6 ist grössere Touren in der ganzen Schweiz. Eines haben die aber gemeinsam: Es sind versierte Töfffahrer und keine Fahranfänger.

    PS: Ich bin ein DUMMSCHWÄTZER !!!

  • Ich habe auch schon mehr als einmal erlebt wie die sozia auf dem Sitz eingeschlafen ist. Muss extrem dumm laufen, dass der Sozius runterfällt.

    Ob ein Kind mitfahren kann, will, und wie lange. Dies soll doch das Kind entscheiden! Wichtig ist das die Eltern es nicht zwingen. Das wäre in meinen Augen Nötigung, ob Motorradfahren, Klavier spielen, Klettern, Fussball oder Tennis.

    Auch sollten Eltern ihren Kindern nicht alles was Spass macht und gefährlich sein kann verbieten. Und trotzdem bin ich auch der Meinung, dass vier Jahre wahrscheinlich noch zu jung ist fürs Motorrad. Aber niemals hätte ich gesagt, das Skifahren mit vier nicht geht.

    Mein Sohn sitzt seit eh und je bei mir vorne im Auto. Was gewisse Leute auch unverantwortlich empfinden.

    Hat die Blume einen Knick, dann war der Schmetterling wohl zu dick.

  • Meine Jungmannschaft verspürte eigentlich nie den Wunsch, mitzufahren. Kurze Strecken um sie im Alter ab 9 Jahren irgendwo hin zu bringen war ok. Aber wie schon geschrieben, die Kinder müssen klar sagen, ob es ihnen gefällt oder nicht. Bei mir hatte sicher der Fakt Einfluss, dass meine Frau auch nicht mitfahren will, einerseits engt der Helm ein und andererseits ist Töfffahren nach ihr viel zu gefährlich:emojiSmiley-34:


    Zum Töff, gerade als Fahranfänger, ich habe einen etwas älteren Test im Kopf, bei dem geschrieben wurde, dass die Versys 650 im Solobetrieb eigentlich der bessere Töff sei als die Versys 1000. Gerade auch der Gewichtsunterschied dürfte sich da bemerkbar machen.


    Und Kinder schlafen gerne ein, die Töchter meines Bruders sind oft mit ihm mitgefahren und auch öfters eingeschlafen. Das lässt sich kontrollieren und mit entsprechendem Verhalten auch negative Folgen vermeiden. Genügend Pausen wurde bereits angesprochen, Gegensprechanlage hilft auch und weitere Hilfsmittel. Zum Alter, bei Kleinkindern ist der Kopf das schwerste Teil des Körpers. Bis die Muskulatur genügend ausgebildet ist, braucht es Zeit, dies ist aber von Kind zu Kind individuell, ab wann bei Eurer Tochter die Muskulatur stark genug ist, um einen Helm länger zu tragen mit allen Beschleunigungen, die es beim Töfffahren gibt, müsst Ihr beurteilen.


    Ich wünsche Euch vil Vergnügen beim Entdecke3n des neuen Hobbys und natürlich viel Erfolg für die Prüfung.